Kenia-Hilfe fährt Ratinga-Schüler

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Lintorf/Ukunda (Kenia). Die Kenia-Hilfe der beiden Lintorferinnen Irmel Hinssen und Doris Jacobs hat 5000 Euro für den Transport von Kindern zur Ratina School in Ukunda (Kenia) zur Verfügung gestellt. Wegen der gestiegen Benzinpreise können sich viele Eltern das Geld für den Schulbus nicht aufbringen.

120 Euro kostet die Fahrt mit dem Schulbus inzwischen jährlich. Das ist ein Betrag, den in diesen schlechten Zeiten viele Familien zusätzlich zum Schulgeld nicht aufbringen können. So kam es, dass die Kenia-Hilfe die Idee hatte, 5000 Euro für den Transport der Kinder zur Verfügung zu stellen. Ronald, der rührige Schulleiter der Ratinga School, erstellte eine Liste von besonders bedürftigen Kindern und stellte dankbar fest: „Mit dieser großzügigen Spende ermöglicht die Kenia-Hilfe 43 Kindern den Besuch der Ratinga School für ein Jahr!“

Die Zeiten im Osten Kenias sind durch den Wegfall der Einnahmen aus dem Tourismus besonders schlecht, weil ein großer Teil der Bevölkerung im Tourismusgewerbe tätig ist. In der Nähe der Stadt Ukunda liegt die Ratinga School, die bis zum Beginn der Corona-Krise von 450 Kindern besucht wurde. Seit Anfang Januar ist die Schule wieder geöffnet. Die Anmeldung läuft gut, weil mehr als 150 Kinder durch die Kenia-Hilfe Paten gefunden haben. Die tragen die Kosten für Schulbesuch, eine tägliche Mahlzeit und die medizinische Versorgung (330 Euro jährlich).

Außerdem ist rund um die Schule ein kleines Dorf entstanden, weil die Eltern ihren Kindern den Besuch der Ratinga School erleichtern wollen. Andere Kinder nehmen einen Schulweg von bis zu fünf Kilometern auf sich, den sie zu Fuß zurücklegen. Dazu kommen noch Schüler aus den benachbarten Städten Kwale und Tiwi. Diese Kinder werden mit dem Schulbus zur Ratinga School gebracht.

Foto: privat

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