Keine Schulinfotage: Eltern haben Bauchschmerzen

Werbung

Ratingen. Der „Tag der offenen Tür“ und die Informationsveranstaltung für die neuen Erstklässler 2021 und ihre Eltern fallen an allen Ratingen Grundschulen aus. Das teilte die Stadt kürzlich mit (Keine Infotage für neue Erstklässler 2021). Kai Bovermann, Vater eines kommenden Erstklässlers, verursacht das Bauchschmerzen. Er wendet sich mit einem Schreiben an Schuldezernent Rolf Steuwe, in dem er bittet, die Entscheidung noch einmal zu überdenken.

„Es ist nicht nachvollziehbar, dass bis zum Beginn der Anmeldefrist keine vernünftige Lösung gefunden wird, um sich über Schulen allgemein informieren zu können“, schreibt Bovermann. Die Eltern müssten sich jetzt blind für irgendeine Schule entscheiden.

Die Eltern wollen die Möglichkeit haben, die Schulen, das Lehrerkollegium und die Offene Ganztagsbetreuung persönlich kennenzulernen und Fragen stellen zu können.

Alternativ schlagen sie Infoveranstaltungen etwa in der Stadthalle oder einer Turnhalle vor. Eine Videokonferenz hält Kai Bovermann für unrealistisch: „Die Schulen hinken it-mäßig meilenweit dem Standard hinterher.“

Vorstellen können sich die Eltern auch, dass die Schulen mehrere Termine für Besichtigungen anbieten könnten. Unverständlich finden die Eltern die Absage der Infoveranstaltungen für die Erstklässler und ihre Eltern, weil zum Beispiel in Düsseldorf solche Veranstaltungen angeboten werden.

„Warum ist es möglich, dass für ein Polit-Battle hier in Ratingen eine probate Lösung gefunden werden konnte“, fragt Bovermann den Schuldezernenten. Ihm dränge sich der Eindruck auf, dass bei einer Wahl alles egal sei. Das alles entbehre jedweder Logik und Emphatie oder Verständnis für Kinder und Eltern!

„Sie wissen: Kinder sind unsere Zukunft – und damit sind sie so wichtig, dass der Eintritt in die Schule nicht lediglich von Infos auf Internetseiten abhängen darf“, appelliert Bovermann an den Beigeordnete. „Und wichtiger als Sportveranstaltungen sollten sie sowieso sein!“

Werbung