Keine Altpapiersammelbehälter mehr?

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Ratingen. Eine Ratsvorlage der Stadtverwaltung zur künftigen Altpapierentsorgung sorgt bei den Parteien für Aufregung. Die Stadt will ab 2022 die Blaue Tonne alle 14 Tage leeren (statt bisher alle vier Wochen). Dafür aber sollen die Altpapiersammelstellen gänzlich abgeschafft werden. Das halten SPD und Bürger-Union Ratingen (BU) für falsch.

„Wir halten die vorgeschlagene Anpassung des Abfuhrintervals der privaten Blauen Tonnen auf einen zweiwöchigen Rhythmus für sehr erstrebenswert“, sagt Christian Wiglow, SPD-Fraktionsvorsitzender. Eine Abschaffung der Sammelbehälter halten die Sozialdemokraten allerdings für unsinnig. Die Bürger sollen weiterhin Altpapier auch in Sammelbehältern abgeben zu können. Gerade in der Innenstadt sei es nicht immer möglich, Blaue Tonnen aufzustellen.

Ebenso begrüßt die Bürger-Union, dass durch die zweiwöchige Leerung die Abfuhrmenge rechnerisch verdoppelt wird. Doch auch sie spricht sich gegen eine völlige Abschaffung der Altpapiersammelbehälter aus. Mindestens zwei Standorte je Stadtteil sollten erhalten bleiben, so die Wählervereinigung. Das wären dann etwa 15 Sammelstellen statt bisher 72.

Die BU kann sich aber auch das Dormagener Modell als Alternative vorstellen. An einem festen Termin im Monat können die Bürgern ihre sperrigen Pappverpackungen im Ortsteil kostenlos abgeben. Dafür fährt ein Entsorgungsfahrzeug die Ortsteile nacheinander im Stundenrhythmus ab. “Diese Vorgehensweise ist viel zielführender als das bisherige Angebot, das lediglich vorsieht, sperrigen Verpackungsmüll am zentralen Materiallager in Tiefenbroich abgeben zu können”, sagt Fraktionsvorsitzender Rainer Vogt.

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