Kafkas „Prozess“ wird in Gebärdensprache übersetzt

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Essen. Am Donnerstag, 9. Februar, 19:30 Uhr, steht wieder ein Stück auf dem Spielplan des Essener Grillo-Theaters, das bereits in den vergangenen drei Spielzeiten Publikum und Fachpresse begeistert hat: Franz Kafkas „Der Prozess“. Regisseur Moritz Peters hat nach Kafkas weltberühmtem Roman eine Bühnenfassung erarbeitet, die an diesem Abend vom Gebärdensprachdolmetscher Rafael-Evitan Grombelka für gehörlose Zuschauer übersetzt wird.

Der Bankangestellte Josef K. wird am Morgen seines 30. Geburtstages verhaftet. Doch es wird keine Anklage formuliert, und er darf auch sein alltägliches Leben weiterhin in Freiheit führen. Dennoch lasten ab jetzt unweigerlich das Gefühl der Ohnmacht sowie die Frage nach Schuld auf ihm. K. macht sich also auf die Suche, scheint aber stets Spielball eines undurchschaubaren bürokratischen Systems zu bleiben. Sein Weg, gesäumt von erotischen Eskapaden und absurd-unheimlichen Abenteuern, führt ihn in verschiedensten Episoden immer wieder in eine nicht von ihm beeinfluss- oder beherrschbare Lage. Sind es Prüfungen, denen er unterzogen wird? Und welche Gesetze walten dort eigentlich?

Als Josef K. ist der Schauspieler Philipp Noack zu erleben. Außerdem spielen Thomas Büchel, Axel Holst, Stephanie Schönfeld und Johann David Talinski.

Die ab 19 Uhr in der Heldenbar stattfindende Einführung wird von Rafael-Evitan Grombelka ebenfalls in Gebärdensprache übersetzt.

Karten gibt es von 14 bis 29 Euro. Eine Ermäßigung wird bei Vorlage des entsprechenden Ausweises gewährt. Einzelkartenvorverkauf: Telefon 0201/81 22-200 oder E-Post tickets@theater-essen.de.

Wer Plätze in der Nähe des Gebärdensprachdolmetschers erwerben möchte, gibt bei der Reservierung bitte das Stichwort „Gebärdensprache“ an.

Foto: Martin Kaufhold

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