Kafkas „Prozess“ im Essener Grillo-Theater

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Essen. Ab Mittwoch, 11. Januar, 19:30 Uhr, steht wieder ein Stück auf dem Spielplan des Essener Grillo-Theaters, das bereits in den vergangenen drei Spielzeiten sowohl das Publikum als auch die Fachpresse begeistert hat: Franz Kafkas „Der Prozess“. Regisseur Moritz Peters hat nach Kafkas weltberühmtem Roman eine Bühnenfassung erarbeitet, in der es – wie in der Vorlage – um das sinnentleerte Dasein und ziellose Streben des Individuums in einer anonym gewordenen Welt geht.

Der Bankangestellte Josef K. wird am Morgen seines 30. Geburtstages verhaftet. Doch es wird keine Anklage formuliert, und er darf auch sein alltägliches Leben weiterhin in Freiheit führen. Dennoch lasten ab jetzt unweigerlich das Gefühl der Ohnmacht sowie die Frage nach Schuld auf ihm. K. macht sich also auf die Suche, scheint aber stets Spielball eines undurchschaubaren bürokratischen Systems zu bleiben. Sein Weg, gesäumt von erotischen Eskapaden und absurd-unheimlichen Abenteuern, führt ihn in verschiedensten Episoden immer wieder in eine nicht von ihm beeinfluss- oder beherrschbare Lage. Sind es Prüfungen, denen er unterzogen wird? Und welche Gesetze walten dort eigentlich?

Als Josef K. ist der Schauspieler Philipp Noack zu erleben. Außerdem spielen Thomas Büchel, Axel Holst, Stephanie Schönfeld und Johann David Talinski.

Weitere Vorstellungen im Grillo-Theater gibt es am 9. Februar (Vorstellung wird in Gebärdensprache übersetzt) und 17. Februar, jeweils 19:30 Uhr. Der Eintritt kostet 14 bis 29 Euro. Karten sind erhältlich im TUP-Ticketcenter, Telefon 0201/81 22-200 oder online über www.schauspiel-essen.de.

Foto: Martin Kaufhold

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