Kabarett: Enissa Amani kommt ins Stadttheater

Werbung

Ratingen. Zu ihrer Jubiläums-Sendung „Zehn Jahre Kölner Treff“, die am Freitag, 2. September, bereits ab  22 Uhr im WDR-Fernsehen ausgestrahlt wird,  hat Bettina Böttinger wieder besondere Gäste eingeladen, die ihre persönlichen Geschichten erzählen. Neben Mariele Millowitsch, Gaby Köster, Walter Sittler, Axel Ranisch, Till Brönner und Bülent Ceylan ist auch Enissa Amani mit von der Partie. Sie ist in Kürze in der Ratingen zu erleben: am Freitag, 18. November, 20 Uhr in der Stadthalle mit ihrem ersten Solo-Programm „Zwischen Chanel und Che Guevara“.

Die Vollblut-Tussi mit Grips widmet sich darin den großen Fragen dieser Welt: Absätze oder Hauptsätze, Partnersuche im Internet oder doch lieber Zwangsheirat, und warum wird selbst im Europa des 21. Jahrhunderts hübschen Frauen automatisch der Intellekt abgesprochen?

Enissa Amani ist die Neuentdeckung der deutschen Kabarett-Szene. Innerhalb eines Jahres eroberte die im Iran geborene Deutsch-Perserin die Bühnen und TV-Studios des Landes im Sturm. Was Amani so außergewöhnlich macht, ist nicht der Kontrast zwischen iranischem und deutschem Hintergrund, sondern der zwischen ihrer sozialistischen Erziehung und der unausweichlichen Anziehung der materiellen Güter dieser Welt – zwischen Chanel und Che Guevara eben.

Geboren im Iran, geflüchtet nach Deutschland und angekommen in der Welt, findet die Tochter eines politisch verfolgten Literaten und einer Ärztin intelligent-komische Parallelen zwischen Nietzsches Philosophie und Kim Kardashians Hintern. Zwischen Anti-Kapitalismus und Modetipps. Zwischen Gangsterrap und der iranischen Opposition. Und sie erklärt, warum Nasen-OPs den Neoliberalismus widerlegen.

Die Inhalte ihres Bühnenprogramms halten dabei immer die Balance zwischen provokant-ehrlichem amerikanischem Stand-up und deutschem Kabarett. „Die persische Volker Pispers mit Marilyn Monroes Kleid“ bringt die Verwirrtheit ihrer Generation auf die Bühne und hat nicht mal den Anspruch, diese Verwirrung aufzulösen. Frei nach dem Motto: „Doppelmoral ist das neue Schwarz und alles ist gut, solange wir WLAN haben.“

Karten sind erhältlich bei allen bekannten Vorverkaufsstellen, telefonisch unter 02405/40860 und online unter www.meyer-konzerte.de

Foto: Stephan Pick

Werbung

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.