Junge Rollerfahrer flüchten vor Polizei

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Ratingen. Am frühen Sonntagmorgen, 3:40 Uhr, sehen zwei Funkstreifenbesatzungen eine Gruppe von Motorrollerfahrern auf der Poststraße. Beim Anblick der Polizeistreifen flüchten sofort zwei 15-jährige Ratinger mit ihren Kleinkrafträdern über den Gehweg der Poststraße in Richtung Innenstadt. Bei der Flucht stürzen beide. Einer musste ins Krankenhaus. Da beide keinen Führerschein haben, erwartet sie nun ein Strafverfahren.

Als die Rollerfahrer flüchteten, nahmen die beiden Streifenwagen die Verfolgung auf und gaben Anhaltezeichen mit Lichtsignalen und dem Martinshorn. Ohne erkennbare Wirkung missachteten die Flüchtenden an der nächsten Kreuzung die rote Ampel und fuhren weiter mit bis zu 45 Stundenkilometer in Richtung Bechemer Straße.

Der vorn fahrende Jugendliche blieb bei der Einfahrt in die Fußgängerzone an einer zwischen Pollern gespannten Kette hängen. Bei dem Sturz verletzte sich. Die Polizisten eines Streifenwagens kümmerten sich um den Verletzten. Die Flucht des zweiten Ratingers endete zwei Straßen weiter in einem Kreisverkehr, als er auf der regennassen Fahrbahn die Kontrolle über den Roller verlor und ebenfalls stürzte. Er blieb unverletzt. Der verletzte Jugendliche wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus eingeliefert, wo er zur Behandlung stationär aufgenommen wurde.

Die Eltern wurden informiert. Der zweite Jugendliche wurde auf der Polizeiwache Ratingen an seine Erziehungsberechtigten übergeben. Beide Fahrzeugführer trugen einen Schutzhelm und verfügten nicht über die notwendige Fahrerlaubnis. Die Kleinkrafträder wurden von der Polizei sichergestellt und von einem Abschleppunternehmen abtransportiert. Als Folge der Flucht erwartet beide nun ein Strafverfahren – was die Wartezeit bis zum Erwerb eines zukünftigen Führerscheines deutlich verlängern kann.

Foto: Polizei

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