Jugendstück „Tschick“ in Gebärdensprache

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Essen. Wolfgang Herrndorfs „Tschick“ gehört zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Jugendbüchern. Schnell wurde die Geschichte auch fürs Theater entdeckt. Am Schauspiel Essen ist die „Tschick“-Adaption seit 2013 ein Dauerbrenner. Damit auch Gehörlose diese spannende Inszenierung erleben können, wird die Vorstellung am Mittwoch, 8. November, ab 19 Uhr in der Casa des Schauspiels Essen in Gebärdensprache übersetzt. Das gilt auch für die Einführung ab 18:30 Uhr im Casa-Foyer. Karten kosten 17 Euro. Eine Ermäßigung wird bei Vorlage des entsprechenden Ausweises gewährt. Einzelkartenvorverkauf unter Telefon 0201/8122-200 oder tickets@theater-essen.de. Wer Plätze in der Nähe des Gebärdensprachdolmetschers erwerben möchte, gibt bei der Reservierung bitte das Stichwort „Gebärdensprache“ an.

Im Zentrum der Geschichte stehen zwei Jugendliche, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Da ist zum einen Maik, der aus bürgerlichen Verhältnissen stammt, aber aufgrund der kriselnden Ehe seiner Eltern wohl eher als wohlstandsverwahrlost bezeichnet werden kann. Von seinen Klassenkameraden wird er auch nur ansatzweise wahrgenommen – wenn man mal davon absieht, dass sie ihm irgendwann den unrühmlichen Spitznamen „Psycho” verliehen haben. Doch als eines Tages Tschick, der lässige Assi aus Russland, der kaputte Klamotten trägt und im Unterricht schon mal betrunken vom Stuhl fällt, neu in die Klasse kommt, verändert sich auch für Maik so einiges. Da beide Jungs von Schulschönheit Tatjana nicht zu deren Geburtstag eingeladen wird, beschließen sie, die Sommerferien nicht untätig zu verdaddeln, sondern gemeinsam Tschicks Verwandte zu besuchen: ein geklauter schrottreifer Lada, 200 Euro, keine Handys, keine Landkarte und ab in die Walachei. Offroad. Gewitter über dem Weizenfeld. Plötzlich riecht alles nach Abenteuer und die Freiheit scheint grenzenlos.

 

Foto: Birgit Hupfeld

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