Jugendrat: Inlinelaufen in der Eissporthalle

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Ratingen. Der Jugendrat, die Interessensvertretung der Ratinger Jugend, ist weiterhin kreativ und hat drei Anträge erarbeitet, die in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen wurden: die Installation von Pfandringen an Mülleimern, der Ausbau der Skate-Rampe am Füstingweg und die Wiederbelebung eines Inliner-Angebotes in der Eissporthalle.

Der Jugendrat empfiehlt, an zentral gelegenen Mülleimern in der Stadt sogenannte Pfandringe zu installieren. Sie dienen zur Ablage von Pfandflaschen und Dosen. So erleichtern sie es Bedürftigen, Leergut zu sammeln, ohne dafür in den Mülleimern wühlen zu müssen.

„Dadurch sinkt das Verletzungsrisiko und niemand wird mehr durch einen Griff in einen Mülleimer entwürdigt“, heißt es in der Begründung. Dank der Pfandringe werden mehr Flaschen und Dosen in Geschäfte zurückgebracht. Zudem würden die Leute motiviert, ihr Leergut nicht einfach liegen zu lassen, sondern ordentlicher zu entsorgen.

Die Pfandringe sollten in einer auffälligen Farbe gestaltet sein – etwa in dem Rot aus dem Stadtwappen. Als Standorte schlägt der Jugendrat zentrale und stark frequentierte Plätze vor, ferner größere Bushaltestellen, an allen weiterführenden Schulen, Jugendtreffs und -zentren, an Jugendspielplätzen und in Parks und Naherholungsgebieten.

Eine Aufwertung und Verbesserung des Freizeitangebotes für Jugendliche in Homberg stellt der Antrag auf Ausbau der Skater-Rampe am Füstingweg dar. Die Rampe ist beliebter Treffpunkt für Skater des Stadtteils, doch sind die momentanen Möglichkeiten überschaubar. Wer über die vorhandene kleine Rampe hinaus skaten möchte, muss zu den größeren Anlagen in Hösel oder West ausweichen. Für ein kurzes „Zwischendurch-Skaten“ sei das wegen der langen Wegstrecken weniger praktikabel, hat der Jugendrat in Gesprächen mit Jugendlichen erfahren. Deshalb würde ein Ausbau am Füstingweg etwa mit einer „Halfpipe“ oder „Funbox“ sowie der Erneuerung des Jugendunterstandes den Standort in Homberg deutlich aufwerten.

Auf Interesse und Zuspruch auch außerhalb der Jugend hofft der Jugendrat mit seinem dritten Antrag: die Wiederaufnahme des Sportbetriebes in der Eissporthalle in den Sommermonaten. Dabei erinnert das Gremium an den regen Spiel- und Trainingsbetrieb im Inlinehockey vor einigen Jahren. 2008 wurde hier sogar die Inlinehockey-WM ausgetragen. Mit geringem Aufwand könne ein zusätzliches und einzigartiges Sport- und Freizeitangebot wiederaufleben, das gerade in Corona-Zeiten auf dankbare Interessenten und Nutzer stoßen sollte. Jedes Angebot und jede Abwechslung seien da doppelt willkommen, so der Jugendrat. Zur Umsetzung bedürfe es eines speziellen, schnell zu verlegenden und wieder demontierbaren Bodenbelags. Damit ergäben sich für die Eissporthalle vielfältige Perspektiven: Spiel- und Trainingsbetrieb für Inline- und Skaterhockey, öffentliche Laufzeiten und Inline-Discos, Schulsport sowie Sommertraining der Ice Aliens. Kurzum: ein Gewinn auf vielen Ebenen und ein weiterer attraktiver Baustein in der Ratinger Sport- und Freizeitlandschaft.

Foto: Maik Grabosch

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