Johanniter schulen AWO-Mitarbeiter

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Lintorf (mvk). Theoretisch ist bei den Helfern und Mitarbeitern der AWO Angerland viel Erste-Hilfe-Wissen vorhanden. Aber einiges von dem, was früher gelehrt wurde, ist längst überholt und wird heutzutage anders gemacht. Außerdem hat sich aufgrund mangelnder praktischer Anwendungen Unsicherheit breit gemacht. Um sich auf den aktuellsten Stand zu bringen und mehr Sicherheit zu gewinnen, nahmen sie daher an einem Erste-Hilfe-Kurs der Johanniter Unfallhilfe im AWO-Treff teil.

Auf der “Lernreise auf der MS Johanniter“ lernten sie einen Samstag lang, im Notfall helfende Maßnahmen zu ergreifen, bis der Fachmann vor Ort ist. „Damit ist nicht die perfekte professionelle medizinische Versorgung gemeint, sondern den Zustand des Verletzten oder Erkrankten so lange zu stabilisieren, bis der Rettungsdienst übernimmt“, erklärte Kursleiterin Nira Wisinger. Die Teilnehmer lernten auch, dass im Notfall ruhiges, schnelles und überlegtes Handeln sowie Teamwork und Kommunikation wesentlich zum Gelingen der lebensrettenden Maßnahmen beitragen. 

Aber wie auch immer die tatsächliche Notfallsituation aussieht, vom Ersthelfer wird kein Heldentum erwartet. „Manchmal ist der unverzügliche Notruf die einzige Maßnahme, die ergriffen werden kann und leider führt nicht jede Hilfeleistung zu einer Rettung des Opfers“, so Wisinger. Aber man sollte es im Rahmen der eigenen Möglichkeiten trotzdem  versuchen, ohne sich selber in Gefahr zu bringen. Es lohnt sich übrigens auch, das Erlernte regelmäßig aufzufrischen, denn „steter Tropfen höhlt den Stein“, vor allem, wenn das Wissen nicht täglich angewendet wird. 

Auch wenn Viele schon einmal einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert haben, heißt das noch lange nicht, dass man immer genau weiß, wie man in einer Notfallsituation richtig reagieren sollte. Man ist unsicher, was zu tun ist oder hat gar Angst, etwas verkehrt zu machen. Dabei ist gar nicht zu handeln, die schlechteste Alternative. Nicht nur weil es unter Umständen einem Anderen das Leben kosten könnte, sondern auch, weil unterlassene Hilfeleistung strafbar ist. Es ist daher gut zu wissen, dass selbst wenn man bei der Erstversorgung einen Fehler macht (und nicht vorsätzlich gehandelt hat), keine strafrechtlichen Konsequenzen zu befürchten hat. Es gibt also keinen Grund, einfach wegzuschauen und weiter zu gehen.

Foto: privat

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