Jazz-Gitarrist Wolfgang Muthspiel im Quintett

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Essen. Es ist einer der Höhepunkte der Jazz-Saison in der Philharmonie Essen: Am Donnerstag, 9. März, um 20 Uhr sorgt Wolfgang Muthspiel mit seinen vier Mitstreitern für mächtig Dampf im Kessel des Alfried-Krupp-Saals. Schon bei seinem allerersten Auftritt in der Philharmonie 2004 rief Wolfgang Muthspiel, der wohl aufregendste Jazz-Gitarrist seiner Generation, Begeisterungsstürme hervor. Seither hat der „Jazz Pott“-Preisträger dort zahlreiche seiner Projekte vorgestellt, so etwa sein Duo mit dem nicht nur als Drummer von Wayne Shorter gefeierten Brian Blade. Der hält auch im aktuellen Wolfgang Muthspiel Quintett die rhythmischen Fäden in der Hand, kongenial unterstützt von Scott Colley am Bass. Am Klavier sitzt mit Gwylim Simcock ein walisischer Jazz-Romantiker, der ebenso wie der schwer angesagte US-Trompeter Ambrose Akinmusire seinem Bandleader melodisch Kontra geben wird. Besser kann eine Combo des aktuellen Jazz nicht besetzt sein, was ein Konzert auf Weltniveau erwarten lässt.

Schon Wolfgang Muthspiels Elternhaus war von Musik geprägt: der Vater Chorleiter, die Familie sein Chor, und jedes einzelne Mitglied auf mehreren Instrumente ausgebildet. Mit 21 ging er in die USA, studierte am renommierten Berklee College of Music und war kurz darauf Nachfolger des großen Pat Metheny in der Band von Gary Burton. Das war der Türöffner für eine steile Karriere: Muthspiel spielte mit fast allen, die in New York etwas zu sagen haben. Trotzdem entschied er sich für Europa und eine Laufbahn mit eigenen Projekten. Diese demonstrieren eindrucksvoll die stilistische Bandbreite des 50-Jährigen und reichen von akademischen Exerzitien über Experimente in elektronischer Clubmusik bis hin zu Singer/ Songwriter-Kunst.

Karten sind zum Einheitspreis von 28 Euro unter Telefon 0201/81-22200 und auf www.philharmonie-essen.de erhältlich.

Foto: Laura Pfeifer

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