Jannis Illgner sucht Unterstützer für sein erstes Buch

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Lintorf. Schon in der Schulzeit hatte Jannis Illgner (27 Jahre) einen Ideenzettel in der Tasche. Darauf notierte er alle möglichen Einfälle und Fakten für sein erstes Buch. Jetzt, sieben Jahre später, soll das Buch „Die Herren Vobors – Die Chroniken Fânurs“ im Selbstverlag erscheinen. Das Geld dafür will der Lintorfer Jungschriftsteller über sogenanntes „Crowdfunding“ zusammenbekommen.

Jannis Illgner

„In der Schulzeit habe ich mein Buch mehrfach von Neuem begonnen“, erzählt Jannis Illgner im Gespräch mit der Redaktion. Nie habe er sich damals durchringen können, die Geschichte fortzusetzen. Irgendetwas habe gefehlt. Erst an einem verregneten Tag auf Mallorca während der Abi-Fahrt mit den Mitschülern vom Kaiserswerther Theodor-Fliedner-Gymnasium habe er das fehlende Puzzleteil gefunden und die Karte zum Kontinent Fânur entworfen.

„Ab da ging es recht schnell und ich habe mit dem Buch begonnen und seitdem neben dem Studium und in letzter Zeit neben dem Job immer wieder daran geschrieben“, berichtet Illgner. Dabei habe seine eigene Fantasywelt als Rückzugsort zur Entspannung gedient. Das sei ein guter Ausgleich zum „relativ faktenbasierten und analytischen Alltag als Wirtschaftsinformatiker“ gewesen.

Der „Lockdown“ und der damit einhergehende Mangel an alternativen Aktivitäten hat Illgner geholfen, den letzten Schritt zu gehen und das Buch zu veröffentlichen. „Ich habe mich dabei für den Weg des Crowdfundings über Startnext entschieden, da ich das Buch ohne Verlag herausbringen möchte“, sagt der Lintorfer.

Dabei bietet das Crowdfunding die Gelegenheit, um zu prüfen, ob es auch einen Markt für das Buch gibt. Sollte das Ziel von 5000 Euro nicht erreicht werden, wird die Unterstützung aller Helfer storniert. Dann bekommt jeder sein Geld zurück. Nur wenn die Marke erreicht wird, erhält Jannis Illgner die Summe abzüglich einer Transaktionsgebühr ausgezahlt. Das Crowdfunding läuft noch bis Mitte April.

„Mit dem Geld möchte ich den Druck einer ersten Auflage finanzieren und ein professionelles Lektorat in Auftrag geben“, so Jannis Illgner. Er legt übrigens Wert darauf, dass den Buchumschlag Sina Oberwinster, ebenfalls aus Lintorf, entworfen und dem Auftritt seiner Kampagne damit den letzten Schliff verpasst hat. 

Das Buch

Die Herren Vobors ist der Auftakt der mehrteiligen Fantasyreihe „Die Chroniken Fânurs“ im Stil von Herr der Ringe und Game of Thrones. Ein brüchiger Frieden herrscht unter den Völkern des Kontinents Fânur. Die Länder schotten sich voneinander ab und das Misstrauen gegenüber jedem Fremden ist allgegenwärtig. Unter der Oberfläche brodeln Konflikte und drohen, die Bewohner Fânurs ins Chaos zu stürzen.

In dieser Welt verfolgen wir die Geschichten von Sindacu, einem Elb, der bei den Zwergen aufwächst, dem abenteuerlustigen Halbelb Tandril, der sich in die schöne und exotische Halín Joseylée verliebt. Von Naris, Sohn eines einfachen Pferdezüchters, und von Anín, dem Prinzen von Bering, einem Königreich im Norden von Hemland. Aus unterschiedlichsten Teilen Fânurs kommend sind ihre Schicksale zutiefst miteinander verwoben. 

Natürlich möchte Jannis Illgner nicht zu viel von der Geschichte vorwegnehmen. Eine kleine Leseprobe hat er trotzdem online gestellt.

Fotos: privat

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