Inklusive Disco wird 50

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Lintorf. Wenn die Bässe in den Abendhimmel tönen, die Discokugel mit den Gästen um die Wette strahlt, dann ist ausgelassene Partystimmung angesagt! Seit Jahren steigt mehrmals im Jahr die inklusive Disco für Menschen mit und ohne Handicap in der Manege Lintorf. Und am Samstag, 3. Dezember, heißt es zum 50. Mal: Runter vom Sofa – rein in die Tanzschuhe. Diesmal mit der Musikgruppe „Windstärke 7“. Der Name verspricht einen stürmischen Abend mit Deutschrock vom Feinsten. Los geht es um 18 Uhr, Ende der Veranstaltung ist um 22 Uhr.

Initiiert wurde die Idee einer inklusiven Disco von der Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstelle (KoKoBe) für Menschen mit einer geistigen Behinderung Mettmann. Jochen Celler, Leiter des Jugendzentrums „Manege“, war seinerzeit sofort Feuer und Flamme, als die Anfrage kam, regelmäßig solch eine Party zu veranstalten: „Teilhabe am Leben sollte kein abstrakter Begriff sein. Nicht reden, sondern einfach machen.“ So war der Grundstein für die erfolgreiche Disco-Reihe gelegt.

„Ein wichtiger Punkt in unserer täglichen Arbeit ist das Vorantreiben der Inklusion. Hier ist die KoKoBe im Kreis Mettmann Wegbereiter für Freizeitveranstaltungen, die für jeden offen sind“, sagt Peter Herz, Koordinator für Behindertenfragen des Kreises Mettmann. „Der große Einsatz und die tolle Zusammenarbeit zwischen KoKoBe und dem Team der Manege ist schon einmalig. Vielleicht können wir bald den Zusatz ‚inklusiv‘ weglassen – das wäre ein schönes Zeichen dafür, dass es im Bewusstsein der Menschen zur Normalität geworden ist, dass Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam feiern.“

Die Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstelle ist ein Angebot des Landschaftsverbands Rheinland (LVR). Ziel ist es, Menschen mit geistiger Behinderung bei der Führung eines eigeständigen Lebens zu unterstützen und die gesellschaftliche Teilhabe zu fördern.

Die Arbeit der KoKoBe wird von Zusammenschlüssen verschiedener Organisationen getragen. Im Kreis Mettmann haben sich die Graf-Recke-Stiftung, die evangelische Stiftung Hephata, der Kreis Mettmann, die Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung, das LVR-HPH-Netz Ost und der Verein »pro mobil« zusammengeschlossen.

Weitere Information zur KoKoBe und ihren Beratungsleistungen gibt es unter Telefon 02104/992395 und schriftlich kokobe@kreis-mettmann.de.

Achim Büqué (KoKoBe Mettmann Nord) (von links), Jochen Celler (Manege Lintorf), Christine Grunert (KoKoBe Mettmann Nord), Udo Wiche (DJ Fryday), Peter Herz (Koordinator für Behindertenfragen des Kreises Mettmann), Daniela Schlößer (KoKoBe Mettmann Süd), Christian Jakubczak (KoKoBe Mettmann Süd); Foto: Kreis Mettmann

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