Infotafel für jüdischen Friedhof

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Hösel/Kettwig. Der Lintorfer Bastian Fleermann, Leiter der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, hat vorgeschlagen, am jüdischen Friedhof am Blomericher Weg in Hösel, eine Infotafel aufzustellen.

Die Volkssolidarität Ratingen hat den Vorschlag aufgegriffen und an den Essener Oberbürgermeister Thomas Kufen und den Ratinger Bürgermeister Klaus Pesch geschrieben.

„Wir würden es sehr begrüßen, wenn die Idee umgesetzt werden könnte“, schreibt Volksolidaritätsvorsitzende Gabi Evers an den Essener Oberbürgermeister. „Wir wenden uns auch an Sie, Herr Kufen, weil Kettwig seit der Gebietsreform 1975 ein Stadtteil von Essen ist.“

Der jüdische Friedhof am Blomericher Weg wurde 1786 angelegt und diente den jüdischen Bürgern Kettwigs als letzte Ruhestätte. Die letzte Beisetzung fand um 1886 statt. Hanna Eggerath und Helmut Neunzig haben sich intensiv mit der Geschichte des Friedhofes, aber auch mit der Geschichte der jüdischen Familien in Kettwig, beschäftigt. Sie haben mit Hilfe des Stadtarchivs Ratingen eine umfangreiche Dokumentation mit dem Titel „Ihr Andenken sei ihnen zum Segen“ herausgegeben.

Foto: privat

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