Industriepfad: Drei neue Stelen eingeweiht

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Ratingen. Im April 2016 enthüllt Michael Lumer, Vorsitzender des Ratinger Heimatvereins, die erste Stele des Industriepfads am Industriemuseum Cromford. An diesem Samstag stellt er gemeinsam mit Olaf Tünkers vom Unternehmerverband Ratingen die 41. Stele vor (Foto). Damit ist der Rundweg geschlossen. Es fehlt noch die Ergänzung in Richtung Lintorf. 

Die Stele erinnert an die Angermühle, die 1343 erstmals erwähnt wird. Ab 1840 wurde sie als Papiermühle genutzt. 1913 kamen hier die Düsseldorfer Metallwerke unter und produzierten Armaturen vor allem für den Bergbau. Von 1957 bis 2007 war an der Stelle das Autohaus Giertz. 

Die Stele 40 steht am Blyth-Valley-Ring (Vodafone) innerhalb des ehemaligen Gleisdreiecks der Kalkbahn. „Diese Stelle verdeutlich mehr als alle anderen den Wandeln in Ratingen“, erklärte Michael Lumer den gut 20 Teilnehmern der kleinen Führung. Von der Grundstoffindustrie hin zur modernen Telekommunikationsbranche.

Bei Tünkers in Tiefenbroich steht die Stele 39. Auch diese schauten sich die Teilnehmer an. Olaf Tünkers lud alle anschließend auf eine heiße Gulaschsuppe ein.

Die Industriegeschichte Ratingens ist typisch für die deutsche Industriegeschichte. Der Industriepfad dokumentiert dabei den Wandel der Industrie. Wurde sie am Anfang von Bergbau und Textilindustrie geprägt, kamen später Automobil und Papierindustrie hinzu. Heute sind es vielfach moderne Dienstleistungsunternehmen, die in Ratingen ihre Heimat gefunden haben.

In Cromford startend führt der Pfad entlang der Anger nach Ratingen-Ost und beschreibt dann ein Viereck, das über Ratingen-West und Tiefenbroich zurück nach Cromford führt. Später ist ein Abzweig nach Lintorf geplant. 

Der Industriepfad beschreibt als Wander- oder Radweg bereits verschwundene Unternehmen wie die Spiegelglasfabrik oder die „Ratinger Nietenbude“ und die neuen Büroquartiere wie Ratingen-Ost mit namhaften IT-Dienstleistern.

Das Konzept des Industriepfads wurde auf Initiative von Michael Lumer bereits 2009 anlässlich der Ausstellung „250 Jahre Industriegeschichte“ im Museum Cromford ins Leben gerufen. Das Projekt umfasst die Idee, die industrielle Entwicklung Ratingens ausgehend von der Baumwollspinnerei Cromford in der Stadt zu dokumentieren.

An der Entwicklung mit gearbeitet haben Manfred Buer vom Heimatverein Lintorf, Georg Hoberg von den Ratinger Jonges, Wolfgang Küppers vom Förderverein Cromford, Michael Lumer vom Heimatverein Ratingen, Olaf Tünkers vom Unternehmensverband und Claudia Gottfried vom Industriemuseum Cromford.

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