Industriepfad bekommt Heimatpreis

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Ratingen/Lintorf. Die Arbeitsgemeinschaft „Industriepfad Ratingen“  erhält den mit 5000 Euro datierten Heimatpreis. Das beschloss jetzt der Stadtrat.

Ein Gremium unter dem Vorsitz des Beigeordneten Harald Filip hatte das Projekt im Vorfeld einstimmig ausgewählt. Dem Auswahlgremium gehörten außerdem die Bundestagsabgeordneten Peter Beyer und Kerstin Griese, die Kulturausschussvorsitzende Margarete Paprotta und Dirk Wittmer, Vorsitzender des Vereins „Aktiv für Ratingen“, an. „Eine ausgezeichnete Wahl“, findet Bürgermeister Klaus Pesch. „Dieses Projekt wird getragen von ehrenamtlichem Engagement. Mit viel Herzblut halten die Initiatoren eine historische Entwicklung lebendig, die für unsere Stadt von unschätzbarer Bedeutung war und ist.“

Der Industriepfad stellt die Geschichte der Industrialisierung Ratingens dar. Dabei versteht er sich nicht nur als historischer Rundweg, sondern beinhaltet auch die neu entstandenen Industriekomplexe wie die Ansiedlungen auf dem ehemaligen Balcke-Dürr-Gelände in Ratingen-Ost (heute Schwarzbach-Quartier). So wird die Vergangenheit mit der Gegenwart verknüpft. Neben heute noch erlebbaren Anlagen wie der Papierfabrik Bagel werden auch die aus dem Stadtbild verschwundenen und zum Teil kaum mehr bekannten Industrien – etwa der Bleibergbau in Lintorf – mit einbezogen. 

Die Organisatoren des Industriepfades haben mit viel Engagement und mit Unterstützung von Sponsoren bereits an zehn Stationen Stelen aufstellen können, die mit Text und Bild den Besucher über den jeweiligen Industriestandort informieren. Vier weitere Stelen werden noch in diesem Jahr aufgestellt. Außerdem gibt es eine Karte mit der Darstellung aller Stationen, die je einen Fahrradrundweg in Ratingen und in Lintorf  sowie drei Wanderrouten in Ratingen und zwei in Lintorf anbietet.

Das Projekt Industriepfad wird von einer Arbeitsgemeinschaft getragen. Sie setzt sich aus Vertretern des Fördervereins des Industriemuseums Cromford, des Lintorfer und des Ratinger Heimatvereins, der Ratinger Jonges und des Unternehmerverbandes Ratingen zusammen.

Rund 140 Städte und Kreise in Nordrhein-Westfalen haben sich entschlossen, einen Heimatpreis zur Würdigung des örtlichen Engagements zu vergeben. Auch die Stadt Ratingen hat sich um eine Zuwendung aus dem Landesprogramm „Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen. Wir fördern, was Menschen verbindet“ beworben und den Zuschlag erhalten.

Weitere Information zum Industriepfad

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