In der Isolation des Lockdowns

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Essen. Wie war das noch, damals im Frühjahr 2020, in der Anfangsphase der Corona-Pandemie? Autor Falk Richter wirft in seinem Monolog „Fünf gelöschte Nachrichten“ einen Blick auf die Zeit des ersten Lockdowns. Ab 11. September, 19 Uhr ist das Stück in der Inszenierung von Damian Poppwieder in der Casa des Schauspiels Essen zu sehen.

Es geht um den jungen Schauspieler K, der sich wochenlang auf die Rolle von Goethes Faust akribisch vorbereitet hatte. Aber dann sind die Theater pandemiebedingt plötzlich geschlossen und alle Vorstellungen abgesagt. K ist nun in der Isolation seines Studierzimmers gefangen und versucht, die großen Zusammenhänge zu verstehen. In seiner Vereinsamung greift er immer wieder zum Handy, doch von seinem Bedürfnis nach Zuneigung bleiben letztlich nur fünf gelöschte Nachrichten.

Mit „Fünf gelöschte Nachrichten“ entwirft Falk Richter die präzise Innenansicht eines Menschen zu Beginn der Pandemie 2020. Diese lenkt wie ein Scheinwerfer den Blick auf die Missstände in der Gesellschaft: die sich anbahnende Klimakatastrophe, industrielle Massentierhaltung und die durch die Einschränkung der individuellen Freiheitsrechte sowie finanzielle Ängste verursachte Verunsicherung in der Gesellschaft, die einen Nährboden für Verschwörungstheorien bildet.

Regisseur Damian Popp zeigt am Schauspiel Essen mit „Fünf gelöschte Nachrichten“ die Abschlussarbeit seines Regiestudiums an der Folkwang Universität der Künste. Dennis Bodenbinder ist in der Rolle des K zu erleben.

Vorstellungen am 11., 12., 29., 30. September, jeweils 19 Uhr in der Casa. Der Eintritt kostet 17 Euro.

Der Besuch von Vorstellungen ist nur für nachweislich vollständig Geimpfte, Genesene oder mit einem bestätigten negativen Schnelltest möglich („3G-Regel“). Auf Nachfrage ist zudem ein Lichtbildausweis oder ein vergleichbares amtliches Ausweispapier vorzulegen. Das Tragen einer medizinischen oder FFP2-Maske ist im gesamten Gebäude außer am Sitzplatz notwendig.

Karten telefonisch unter 0201/81 22-200 oder unter www.theater-essen.de.

Foto: Markus Hesse

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