Im Casa: Auf den Spuren des Vaters

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Essen. Oskar Schell ist neun Jahre alt und zutiefst verstört über den Tod seines Vaters, der am „allerschlimmsten Tag“, dem 11. September 2001, in den Twin Towers des World Trade Centers ums Leben kam. Immer wieder hatte Thomas Schell in den letzten Minuten seines Lebens versucht, seine Familie telefonisch zu erreichen. Dass Oskar neben dem Anrufbeantworter stand, dass er den Hörer einfach nicht abnehmen konnte, verschweigt er sogar seiner Mutter. Nachdem Oskar in den Hinterlassenschaften seines Vaters einen geheimnisvollen Schlüssel entdeckt hat, macht er sich auf die Suche nach einem Türschloss, in das dieser passen könnte. Bei seiner Odyssee durch die Straßen New Yorks begegnet er vielen ungewöhnlichen Menschen und ihren Geschichten, um am Ende doch wieder auf die Spuren seines Vaters zu stoßen.

In seinem zweiten Roman „Extrem laut und unglaublich nah“ (2007) zeichnet der amerikanische AutorJonathan Safran Foer das bewegende Porträt eines Jungen auf der Suche nach seinem Vater. Zugleich erzählt Foer die Geschichte einer Familie, in der das Schweigen zum Status quo werden musste, bevor es schließlich Platz machen kann für größere Antworten.

Für das Schauspiel Essen hat Regisseur Thomas Ladwig eine Bühnenfassung erstellt, Premiere ist am Freitag, 4. März, 19 Uhr in der Casa. Es ist bereits Ladwigs zweite Inszenierung eines Buches von Foer in der Casa: 2015 brachte er „Alles ist erleuchtet“ auf die Bühne und wurde dafür im gleichen Jahr in der Kritikerumfrage der Fachzeitschrift Theater heute als bester Nachwuchsregisseur nominiert. Zuletzt inszenierte er am Schauspiel Essen „Kleiner Mann – was nun?“ nach dem Roman von Hans Fallada im Grillo-Theater

In der vInszenierung spielen Stefan Diekmann, Jan Pröhl, Olga Prokot, Janina Sachau, Trixi Strobel (Oskar) und Rezo Tschchikwischwili. Für die Bühne zeichnet Ulrich Leitner verantwortlich, die Kostüme entwirft Anita Noormann. Dramaturgie: Vera Ring

Premiere am 4. März, 19 Uhr in der Casa (Theaterpassage, Theaterplatz 7). Nächste Termine am 6., 23. März, 19 Uhr.

Eintritt: 19 Euro (Premiere), 17 Euro

Karten unter Telefon 02 01/81 22-200 oder www.schauspiel-essen.de

Illustration: Nicolai Krahwinkel (sputnic – visual arts)