I-Dötzchen: „Ihr glaubt nicht, wie schön ich es hatte!“

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Lintorf. Die Einschulungen für die I-Dötzchen waren in diese Jahr etwas besonderes. Wegen der Corona-Pandemie verlief der erste Schultag meist anders als in den vergangenen Jahren. Ein ABC-Schütze der Johann-Peter-Melchior-Grundschule (JPM) brachte es auf einen kurzen Nenner: „Ihr glaubt nicht, wie schön ich es hatte!“ Seine Mutter hat dazu einen kleinen Bericht geschrieben, den die Redaktion hier gerne im Wortlaut veröffentlich:

Wer hätte geahnt, dass dieses Zitat eines frisch eingeschulten Erstklässlers aus dem „Corona-Sommer“ 2020 stammt.  Um eine für alle Beteiligten sichere Einschulung zu gewährleisten, war doch so viele anders: Kein Gottesdienst in der Anna-Kirche, keine Großeltern auf dem Schulhof und keine Verköstigung der Eltern während der ersten Schulstunde der I-Dötzchen. 

Die JPM hat gezeigt, dass in der Corona-Krise auch eine Chance stecken kann, den Festrahmen von Veranstaltungen erneut zu überdenken. Die Einschulung begann mit einem sehr kindgerechten Wortgottesdienst von Gemeindereferentin Jessica Lammerse unter freiem Himmel auf dem Schulhof. Musikalisch wurde er untermalt von Musiklehrer Andreas Rieger am Klavier. Die Feier stand unter dem Zeichen des Regenbogens als Hoffnungsträger für den Zusammenhalt innerhalb der Klassengemeinschaft.  

Die Corona-Zeit hatte Andreas Rieger schon im April dazu inspiriert, eine Schulhymne für die JPM zu dichten. Die Rap-Form war für die Viertklässler bestens geeignet, um als Paten die Erstklässler Corona-konform an ihrer neuen Schule herzlich willkommen zu heißen.  

Auch die Aufteilung der Einschulungsfeier in zwei zeitlich getrennte Feiern für die Klassen 1a und 1b hatte Vorteile: Nicht nur die Erstklässler konnten sich während des Gottesdienstes erstmals mit den neuen Gesichtern ihrer eigenen Klasse vertraut machen.  Auch für uns Eltern war es durch die beschauliche Personenzahl viel leichter, unter den Schatten spendenden Bäumen auf dem Schulgelände mit neuen Eltern der „eigenen“ Klasse ins Gespräch zu kommen. Außerdem wurde einem insbesondere in Corona-Zeiten, in denen die meisten von uns vermutlich nicht weit gereist sind, bewusst, was es für eine Bereicherung ist, Eltern von Asien über Südeuropa bis Südamerika in der Klassengemeinschaft zu haben.

Persönlich habe ich die Einschulung unseres dritten Kindes als eine rundum gelungene feierlich Veranstaltung erlebt, der ich auch in Zeiten außerhalb von Corona viel abgewinnen könnte – dann gerne aber auch mit dem traditionellen Kuchenbuffet der Elternschaft!

Foto: privat

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