Horst Brink: Gedicht zum Welttierschutztag

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Ratingen. An diesem Freitag ist Welttierschutztag. Er soll an das Schicksal unserer Mitgeschöpfe erinnern. Wie viel Leid und Qualen sie schon erdulden mussten und immer noch müssen – ist unglaublich und unterstützt keinesfalls die These, dass der Mensch die Krone der Schöpfung sei. „Man darf gespannt sein, wann wohl endlich im Gesetz verankert wird, dass das Tier keine Sache mehr ist“, sagt Horst Brink, der ein Gedicht zum Welttierschutztag verfasst hat.

Allerhöchstens fünf Minuten…

Lieber Gott kannst du mich hören?
Darf ich dich vielleicht mal stören?
Gar nicht lang, ich werd‘ mich sputen,
„Allerhöchstens fünf Minuten!“

Uns’rem Mitgeschöpf, dem Tier,
nimmt man, bitte glaub es mir,
seine letzten Lebensräume
für globale Wahnsinnsträume.

Vielen Tieren droht Verderben,
ja, sie drohen auszusterben
ist uns das, frag‘ ich legal,
wirklich  „schnurz und piepegal?“

In den Wäldern, die verbrennen,
sieht man hilflos Tiere rennen,
deren Schicksal garantiert,
keine „Socke“ int’ressiert.

Von gequälten Tieren schreiben
lasse ich hier lieber bleiben,
jeder Schrei und jeder Schmerz
wundet mein empfindsam‘ Herz.

Wenn nicht du, ja wer denn dann
nimmt sich meiner Sorgen an?
Hör mein Bitten und mein Fleh’n,
lass es so nicht weitergeh’n…

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