Horst Brink: Gedicht zum Jahresende

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Tiefenbroich. Zwischen den Jahren nennen wir die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr. Warum die Tage so genannt werden, ist nicht wirklich geklärt. Für den Tiefenbroicher Horst Brink ist diese Zeit aber Grund genug, ein Gedicht zu schreiben. Er nennt es „Die Zeit“.

Die Zeit
Schon wieder ist – eh’s recht begonnen,
ein Jahr so wie im Flug zerronnen.
Die Zeit sie rast und jeder Tag
nicht mehr als nur ein Wimpernschlag.

Mir kommt’s so vor, als eilt die Zeit
fast wie mit Lichtgeschwindigkeit –
stets sehr präsent, auf jeden Fall
ist immer sie und überall.

Die Zeit – ein seltsam Phänomen,
noch nie gesichtet, nie geseh’n,
mal ist sie da und mal entschwunden
und heilt angeblich alle Wunden.

An Worte kann ich mich entsinnen,
wie die: Man könnte Zeit gewinnen
und einer hat bei Gott geschworen,
er hätt‘ `ne Menge Zeit verloren.

Gibt’s Schwierigkeiten , sei auf Draht
und merke dir: Kommt Zeit, kommt Rat!
Bleib‘ ruhig, rühr dich nicht vom Fleck,
sonst läuft die Zeit gleich wieder weg.

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