Horst Brink: 21. Februar – Tag der Muttersprache

Werbung

Tiefenbroich. Gut die Hälfte aller weltweit gesprochenen Sprachen ist vom Aussterben bedroht. Die UNESCO hat deshalb schon im Jahr 2000 den 21. Februar zum „Tag der Muttersprache“ erklärt. Der Tiefenbroicher Horst Brink hat sich seine eigenen Gedanken zur Muttersprache gemacht und sie in einem Gedicht zusammengefasst.

Ach Mutter, die Worte…
Wie wohl ist den Eltern, wie wohl ist dem Kind,
wo Glaube und Hoffnung im Hause noch sind
und wo du sie hörest… dir wohlvertraute,
so unendlich innige Mutterlaute.

Ach Mutter… die Worte … das erste Gebet,
Du hast für mich Liebe und Glück nur erfleht,
du hast mich gestreichelt mit liebender Hand
und hast mir erzählet vom Heimatland.

Du nahmst mich auf’s Ärmchen und zeigtest zum Stern
und hast mich gelehret das Beten zum Herrn,
Du hast mich getröstet, so ich mal geweint,
ach Mutter, Du hast es stets gut nur gemeint.

So gingen die Jahre wohl über das Land
und dorten, wo einsten die Wiege mir stand,
da haben die Zeiten – wohl notgedrungen,
viel Schönes von unserer Sprache verschlungen.

Du bist längst gegangen, doch niemals so ganz,
geblieben sind Worte voll Wärme und Glanz:
„Lass nie Dich verbiegen, ob’s Herze auch bricht
und lasse von Deiner Sprache nicht!“