Hilferuf der Friseure im Kreis

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Kreis Mettmann. Mitte Dezember mussten alle rund 80.000 deutschen Friseursalons mit etwa 240.000 Beschäftigten schließen. Darunter sind 443 Friseurbetriebe im Kreis Mettmann.

Nun sind bereits sechs Wochen vergangen und das Infektionsgeschehen geht nur schleppend zurück. Eine noch längere Schließung bringt die Handwerksbetriebe allerdings in existenzielle Schwierigkeiten, betont die Friseur-Innung des Kreises in einer Pressemitteilung. Denn weder haben die Betriebe einen Anspruch auf die November- und Dezember-Hilfen, noch können bis jetzt Anträge auf die Überbrückungshilfe III gestellt werden. Zudem deckt diese auch nur einen Teil der Fixkosten und nicht die Kosten für die private Lebenshaltung. Dazu müssen die Betriebe das Kurzarbeitergeld für ihre Mitarbeiter vorfinanzieren.

Aus diesem Grund haben der Vorstand und der Geschäftsführer der Friseur-Innung des Kreises Mettmann, Torben Viehl, einen Hilferuf an den Landrat, die Bürgermeister und an die Landtags- und Bundestagsabgeordneten im Kreis gerichtet. In dem Schreiben fordern sie für die Friseure, dass die Finanzhilfen dringend und schnell nachgebessert werden müssen und bitten die politischen Vertreter um Unterstützung für das Anliegen der Friseurbetriebe. Denn in der augenblicklichen Situation kann die Mehrheit der Friseure den eigenen Lebensunterhalt nicht bestreiten, heißt es in dem Schreiben.

Um dem Anliegen weiter Gehör zu schaffen, plant die Innung zudem eine Corona konforme Demonstration durchzuführen und nimmt mit ihren Betrieben am 1. Februar an der bundesweiten Aktion teil, das Licht in den Salons anzulassen.

Foto: congerdesign auf Pixabay

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