Hexerei in Ratingen und am Niederrhein

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Ratingen. Am Donnerstag, 27. Oktober, 19:30 Uhr lädt der Verein für Heimatkunde und Heimatpflege Ratingen seine Mitglieder und Gäste zu einer Vortragsversammlung in das Lesecafé im Medienzentrum am Peter-Brüning-Platz ein.

Zu Beginn des Abends steht das neue Buch von Andrea Niewerth „Der Poensgenpark in Ratingen, 110 Jahre Parkgeschichte“, im Mittelpunkt, das als überarbeitete, aktualisierte und erweiterte Neuauflage in diesen Tagen vorgestellt wird. Der Ratinger Heimatverein ist Mitherausgeber der Neuauflage und für die Vereinsmitglieder liegt dieses Buch bei der Versammlung als Jahresgabe bereit.

Anschließend trägt Erika Münster-Schröer, Leiterin des Stadtarchivs Ratingen, zum Thema „Vom Zaubereiprozess zum Hexenprozess“ vor. Hier werden Beispiele aus Ratingen und anderen Orten näher beleuchtet.

In den überlieferten Quellen zu den Hexenprozessen in Ratingen und am Niederrhein wurden die der Hexerei verdächtigten Frauen zumeist als „Toversche“ (= Zaubersche) bezeichnet. Sie sollten Vieh, Milch oder Menschen geschädigt haben und wurden deshalb seit Ende des 15. Jahrhunderts den weltlichen Gerichten zur Bestrafung übergeben. Nach Vorstellungen von zeitgenössischen Theologen war dieser Schadenszauber aber nur ein Bestandteil des Hexereidelikts, wie es in verschiedenen zeitgenössischen Schriften mit Hilfe des Buchdrucks verbreitet wurde. Das Hexereidelikt umfasste demnach auch den Teufelspakt und die „Hexenluftfahrt“. Wie kam es dazu, dass volksmagische Vorstellungen Eingang in das gelehrte Hexereidelikt fanden und wie konnte es sein, dass eine solche Anklage, wenn auch umstritten, über 250 Jahre lang wirksam sein konnte?

Zum Abschluss des Abends wird der Vorsitzende des Vereins, Michael Lumer, über Neuigkeiten aus dem Verein berichten.

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