Heldenbar: Queen Edward II.

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Essen. In seinem Freischuss „Queen Edward II. / Die Angekommenen“ nach Marlowes Drama am Mittwoch, 29. März, 19:30 Uhr in der Heldenbar des Grillo-Theaters beschäftigt sich Sascha Krohn, Regieassistent am Aalto-Musiktheater, mit der Frage, wie sich Homosexuelle in der heutigen Gesellschaft verhalten.Der Eintritt kostet acht Euro, Karten sind im Vorverkauf im TUP-Ticketcenter erhältlich Telefon 0201/81 22-200.

Die Schrecknisse in Marlowes Werk scheinen in Kontrast zu dem zu stehen, was lesbische und schwule Menschen heute erleben: Sie sind in der Gesellschaft angekommen. Wie viele ihrer Zeitgenossen zeigen sie sich unengagiert bis entpolitisiert. Mehr noch: In Kneipengesprächen oder Verlautbarungen in sozialen Netzwerken nehmen diskriminierende Äußerungen über andere Minderheiten wie Flüchtlinge oder Migranten zu. Einige dienen sich zudem dem konservativen bis rechtsextremen Milieu an, ist Krohn aufgefallen. Doch wie gefährlich ist dieser Zug einiger „Angekommener“? Gehört die finstere Zeit der Marlowe-Tragödie doch nicht der Vergangenheit an?

Was der englische Dramatiker Christopher Marlowe (1564-1593) in seiner Renaissance-Tragödie „Edward II“ beschreibt, das sucht – nicht nur zur damaligen Zeit – seinesgleichen: Er zeigt einen König und dessen Liebhaber auf dem Thron. Dass der englische Hof darauf „not amused“ reagiert, verwundert kaum, und so nehmen Edward und sein Gaveston ein grausames Ende.

In der Inszenierung von Sascha Krohn wirken Raphael Baronner, Analía Conenna-Meier, Benjamin Heil, Linus Twardon, Silvia Weiskopf und Aless Wiesemann mit.

Foto: PicturePeople

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