Heine-Aufführung zu den Literaturtagen

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Düsseldorf. Heinrich Heines vielleicht berühmtestes Buch, das epische Gedicht „Deutschland. Ein Wintermärchen“, wird in diesem Jahr 175 Jahre alt. So kommt am Montag, 3. Juni, 18.30 Uhr das berühmte Versepos Heines ungekürzt und in voller Länge auf die Bühne im Heinrich-Heine-Institut, Bilker Straße 12-14. Der Schauspieler Georg Stephan spricht Heines 2132 Verse. Regie führte Barbara Abend. An die Veranstaltung schließt sich ein Publikumsgespräch mit den Beteiligten an. Der Eintritt kostet zehn, ermäßigt acht Euro.

Premiere feierte die Uraufführung im Winter letzten Jahres im Rahmen der Jüdischen Kulturtage Berlin, am historischen Ort im Zentrum Berlins gelegen, am Heinedenkmal „Unter den Linden“ zwischen Bebelplatz und Platz der Märzrevolution.

Und da es unverändert aktuell erscheint, wurde ihm das Motto der diesjährigen Düsseldorfer Literaturtage „… Sie haben Flammen und Waffen“ entlehnt, die vom 3. bis 16. Juni stattfinden. Heine nämlich weist darin auf die Macht der Dichterworte hin, wenn er schreibt: „Beleid’ge lebendige Dichter nicht/Sie haben Flammen und Waffen, /Die furchtbarer sind als Jovis Blitz, /Den ja der Poet erschaffen.“

Heinrich Heines Vision von einem Europa der Freiheit brachte dem jüdischen Dichter Haftbefehle und Druckverbote vonseiten der Preußischen Regierung ein. Mit seinen satirischen Angriffen auf Nationalismus, Fremdenhass und Untertanengeist ist dieses Meisterwerk ein Text auch für die heutige Zeit.

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