Grundschüler auf Spuren der Ortsgeschichte

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Lintorf (mvk). Anfang der Woche ließ sich eine Gruppe Drittklässler der Johann-Peter-Melchior-Grundschule (JPM) nicht vom schlechten Wetter abhalten, sich zusammen mit ihren Eltern und Vertretern des Lintorfer Heimatvereines auf einen historischen Ortsrundgang durch ihren schönen Stadtteil zu begeben. Walburga Dörrenberg, Beiratsmitglied des Vereines Lintorfer Heimatfreunde, hatte nämlich für alle Lintorfer Schulen das Projekt „Dorfgespräch“ ins Leben gerufen, um die jungen Lintorfer für den Heimatverein und die Geschichte ihrer Heimat zu begeistern. Alle Lintorfer Schulen können sich im alten Rathaus beim Verein einen historischen Koffer ausleihen, der authentische Kostüme und Informationsmaterial beinhaltet, um so ihren Sachunterricht ansprechender zu gestalten. Den Druck des liebevoll gestalteten Informationsmaterials hatte beim Aktionstag der Wirtschaft die Lintorfer Druckerei Preuß übernommen.

Zusammen mit Seniorinnen des Aktivtreffs 60+, Dori Thein und Ellen Schulten vom Handarbeitsgeschäft auf der Duisburger Straße und der Lintorfer Schneiderin Grazyna Schlüter hatte Dörrenberg die historischen Gewänder geschneidert. Auch ein Begleitheft für Lehrer und Schüler hatte sie zusammengestellt, das Information über die geschichtsträchtigen Stellen und ihrer damaligen Dorfbewohner enthält. Dabei griff sie zurück auf die einzelnen Stationen des historischen Stadtrundganges, den der Heimatverein in Zusammenarbeit mit dem TuS 08 Lintorf entwickelt hatte.

Und so konnten die Schüler verkleidet als Lehrer über die Geschichte des alten Schulhause, als Bahnarbeiter über den alten Bahnhof oder als Pfarrer über die evangelische Kirche berichten. An insgesamt 15 unterschiedlichen historischen Stationen hätten sie in die verschiedensten Rollen schlüpfen können und aus Sicht der damaligen Dorfbewohner über die vergangenen Zeiten berichtet. Aus wettertechnischen Gründen musste die Tour jedoch leider stark gekürzt werden und ein Gros der Berichte wurde im Trockenen in der Schule vorgetragen, natürlich in den schönen Kostümen.

Bisher ging die JPM in Begleitung von Manfred Buer durch Lintorf und ließ sich von dem Ehrenmitglied des Heimatvereines Geschichtliches erzählen, wenn Heimatkunde auf dem Stundenplan stand. Doch in Form des „Dorfgespräches“ wurde alles noch viel interessanter. Lehrerin Tatjana Debuck sagte: „Jedes Kind war zuständig für eine Station und lernte fleißig seine Rolle. Wir sind dann durch Lintorf gewandert. Dadurch dass die Schüler sich gegenseitig berichten, lernen sie viel mehr über ihren Heimatort kennen. Und damit auch die Eltern von dem Wissen ihrer Kinder profitieren können, gibt es auch Führungen mit ihnen.“

Foto: privat

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