Grüne: Schlechtes Fahrradklima in Ratingen

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Ratingen. „Stinkende Stop-and-Go-Karawanen aus Blech, zugeparkte Innenstadt, giftige Atemluft – so geht es nicht weiter“, findet Mareike Wingerath, Vorsitzende der Ratinger Grünen. Die meisten Menschen wünschten, dass sich etwas ändert beim Verkehr. Sie wollen mobil sein, ohne Klimagase, Lärm, Dreck und Stau zu erzeugen. Die einfachste und klimafreundlichste Alternative sei das Rad.

Ratingen aber hat im ADFC-Klimatest 2018 wieder sehr schlecht abgeschnitten. Und liegt bei den Städten von 50.000 bis 100.000 Einwohnern nur auf Platz 91 von 106. Das sei im Vergleich zur vorherigen Umfrage sogar noch eine Verschlechterung.

Die Grünen fordern die Verwaltung auf, die vielen guten Pläne und Ideen, die es schon gibt, schnell umzusetzen. 2015 stellte die Verwaltung ihr „Umsetzungsprogramm für den Masterplan Radverkehr 2016 bis 2020“ vor. Aber die Umsetzung sei viel zu langsam.

„Die Grünen haben 100.000 Euro für den Radverkehr in den laufenden Haushalt einstellen lassen. Davon ist noch kein müder Cent genutzt worden“, moniert Christian Otto, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen. Er fordert mehr Kontrollen gegen Falschparker, Radwegemarkierungen, Ladestationen, den Bahntrassen-Weg Lintorf und einen Radschnellweg. „Und wir brauchen eine weitere Fahrrad-Beauftragte, damit endlich etwas passiert“, sagt Otto.

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