Grüne: Potenziale für Speestraße nutzen

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Lintorf. Den Grünen ist die abwehrende Haltung vor allem von CDU, Bürger-Union (BU) und FDP zu ihrem Antrag völlig unverständlich, die Speestraße fußgänger- und fahrradfreundlich umzugestalten. Der Lintorfer berichtete über die Idee der Grünen (Grüne wollen Speestraße umgestalten) und die ablehnende Haltung der CDU und Bürger-Union (Verkehrsentwicklung im Ganzen betrachten). Aber auch die Diskussion in den sozialen Medien zeigt, dass die Lintorfer sich mit der Umgestaltung der Speestraße schwer tun.

Edeltraud Bell, Ratsmitglied der Grünen aus Lintorf: „Wir haben damit einen Aufschlag gemacht zu einer Verbesserung der Situation auf der Speestraße.” Die habe jetzt noch den Charme der 80er Jahre. Aus Sicht von Fußgängern und Radfahrern sei die Situation auf der Speestraße unbefriedigend. Bell lebt seit 40 Jahren in Lintorf und ist zum Einkaufen mit dem Fahrrad oft auf der Speestraße unterwegs.

“Uns werden Forderungen unterstellt, von denen in unserem Antrag keine Rede ist“, sagt Bell der Redaktion des Lintorfers. Den Grünen sei natürlich klar, dass der Durchgangsverkehr, wie Busse und Feuerwehr, die Speestraße nutzen können muss. Nur dann könne verhindert werden, dass die Duisburger Straße stärker belastet werde. 

Es geht nicht den Grünen um eine Sperrung, sondern um die Umgestaltung eines Teils der Speestraße. Sie denken vor allem das Stück, wo Fußgänger gerne die Straßenseite wechseln. “Das sind noch nicht einmal 100 Meter, wo es eben keine Querungshilfen gibt”, so die grüne Ratsfrau.

Die Detailplanung soll ja ein Planungsbüro machen. Aber eine deutliche Verkehrsberuhigung dieses zentralen Teils der Speestraße mit weitgehender Gleichberechtigung von Fuß- , Rad- und Autoverkehr scheint den Grünen sinnvoll. “Das ist bei Tempo 30 nicht der Fall“, erklärt Isabella Kappner, Ratsfrau der Grünen und gebürtige Lintorferin. Ähnliche Konzepte gäbe es etwa in Duisburg. Sie hätten den bislang vom Auto dominierten Raum lebenswerter und sicherer gemacht.

„Hier im Herzen der Speestraße muss neu gedacht werden. Dafür braucht man nicht das Ergebnis des Verkehrsentwicklungsplans abzuwarten, da sich die Verkehrsströme dadurch nicht ändern”, erklärt Edeltraud Bell. CDU und BU hätten wohl überlesen, dass die Grünen ausdrücklich auf die Notwendigkeit der Einbeziehung und Beteiligung von Einzelhandel und Bürgerschaft hingewiesen hätten, meinen die beiden Ratsfrauen.

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