Grüne: Mülltrennung auf den Ratinger Märkten

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Ratingen. „Anstatt wiederverwertet zu werden, landen Wertstoffe in der Verbrennungsanlage“, beklagt Christian Otto, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Stadtrat.

Sicher sind den Ratinger Marktbesuchern schon die großen Mülltonnen auf der Nordseite des Marktes aufgefallen ebenso wie der orange Container auf der Grünstraße. Hier werden ohne jegliche Trennung alle anfallenden Abfälle entsorgt: Kisten aus Holz oder Pappe, Plastikmüll und in großen Mengen Grünabfälle.

„Wertstoffe sind kein Müll,“ sagt Christian Otto. Glas und Papier zum Beispiel sind nach ihrem Gebrauch Rohstoffe, die in die Produktion zurückgeführt werden sollten, anstatt in Verbrennungsanlagen vernichtet zu werden.

Auf den Ratinger Märkten in Mitte, Lintorf und West gibt es keine Mülltrennung. „Wir verstehen nicht warum die Stadt, die doch eine Vorbildfunktion haben sollte und dem Klimaschutz im letzten Jahr absolute Priorität eingeräumt hat, keine Trennung von Abfällen auf ihren Wochenmärkten vornimmt“, so Edeltraud Bell, Mitglied im Umweltausschuss des Rates.

Die Grünen beantragen jetzt, auf den Ratinger Wochenmärkten Mülltrennung einzuführen. Die Marktbeschicker sollen dazu verpflichtet werden. Außerdem soll die Stadt entsprechende Behältnisse zur Verfügung stellen. Die Verwaltung soll eine entsprechende Vorlage unter Einbeziehung einer Änderung der Marktordnung für die kommende Sitzung des zuständigen Stadtentwicklungsausschusses erstellen.

Edeltraud Bell: „Die Stadt muss mit gutem Beispiel vorangehen, um nachhaltiges und klimaschonendes Verhalten ihrer Bürgerinnen und Bürger glaubwürdig einfordern zu können.“

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