Großes Eröffnungsfest im Central

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Düsseldorf. Am Samstag, 8. September, feiert das Düsseldorfer Schauspielhaus sein Großes Eröffnungsfest im Central am Wehrhahn. Um 16 Uhr geht es los mit dem Programm für Kinder und Familien, um 17 Uhr beginnt das Programm für die Erwachsenen auf allen vier Bühnen im Central und auf der Freilicht-Bühne. In der Großen Saisonvorschau stellen um 20 Uhr Ensemble und Gäste in Szenen und Gesprächen die neue Spielzeit vor, und um 22:30 Uhr gibt die Band Xul Zolar ein Konzert. Im Anschluss ist Party bis in die Morgenstunden auf der Brücke.

Die Spielzeit wird dann am 13. September um 19 Uhr eröffnet mit einer Premiere des Jungen Schauspiels in der Münsterstraße 446: „Jugend ohne Gott“ von Ödön von Horváth in der Regie von Kristo Šagor. 1936 in Nazideutschland: Schüler werden zu Menschenverachtung, Gehorsam und Rassenhass erzogen, probieren das Kriegshandwerk, während opportunistische und obrigkeitshörige Erwachsene sich der Genusssucht hingeben. Eine Erkundung der Geburt des Faschismus und der Abgleich mit einer Gegenwart, in der sich erneut die Frage nach Werten und Haltungen stellt. Für alle ab 13 Jahren.

Am 14. September ist um 19:30 Uhr Premiere im Schauspielhaus am Gustaf-Gründgens-Platz: Sönke Wortmann inszeniert „Menschen im Hotel“ von Vicki Baum in einer Fassung von Stephan Kaluza. Ein sterbenskranker Buchhalter, eine alternde Balletttänzerin, ein bettelarmer Baron, ein waghalsiger Fabrikant und seine schöne Sekretärin – einsame Gestalten, deren Schicksale sich im Hotel ineinander verwickeln. Nervöse, flatterhafte Menschen in einer nervösen, flatterhaften Zeit, die der unseren vielleicht nicht so unähnlich ist.

Am 15. September um 19:30 Uhr bringt das Schauspielhaus „Das Schloss“ nach dem Roman von Franz Kafka in der Regie von Jan Philipp Gloger im Central auf der Großen Bühne zur Premiere. Im Versuch, eine Arbeit aufzunehmen, sich im Dorf einzuleben und ins Schloss zu gelangen, rennt der Landvermesser K. gegen unsichtbare Wände, verstrickt sich in zermürbender Bürokratie und undurchschaubaren Hierarchien. Ein Abend vom Kampf des Individuums um Anerkennung und einen Platz in der Welt – und der Sehnsucht des Menschen, sich in fragwürdigen Systemen ein- und unterzuordnen.

Am 16. September begrüßt das Ensemble die Besucher um 18:30 Uhr mit „Bilder deiner großen Liebe“ nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf zur Düsseldorfer Premiere im Central auf der Kleinen Bühne. Das unvollendete Fragment erinnert an Büchners »Lenz« – gestrickt nach dem Muster einer Roadnovel, ist es nicht nur die eigenwillige Geschichte eines 14-jährigen Mädchens, das barfuß durch das Leben stolpert, es ist auch ein ergreifender und tröstlicher Text darüber, wie man dem Wahn der Existenz begegnen kann. Die Fassung stammt von Robert Koall, Regie führt Jan Gehler.

Premieren der Saison 2018/19 im Düsseldorfer Schauspielhaus.

Foto: privat

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