Großbauprojekt Innenstadtgymnasium geht voran

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Ratingen. Rund um das Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Gymnasium geht es auch in der Ferienzeit voran. Das Großbauprojekt Innenstadtgymnasium umfasst einen Neubau zur Erweiterung der Schule sowie den Umbau mit Komplettsanierung des Bestandsgebäudes inklusive Dreifachsporthalle. Bei einer Baustellenbesichtigung mit Vertretern des beauftragten Planungsbüros SSP sowie den städtischen Projektbeteiligten überzeugte sich Bürgermeister Klaus Pesch vom Fortschritt der Arbeiten.

Dass es voran geht, ist insbesondere beim über 80 Meter langen und zwölf Meter breiten Neubau gut sichtbar, der als dreigeschossiger Gebäuderiegel an der Ostseite des bestehenden Schulgebäudes entsteht: Die Rohbauarbeiten sind in vollem Gange. Fundamente, Bodenplatte und die Wände des ersten Geschosses sind bereits fertiggestellt. „Zum Glück gab es bei uns durch Corona keine Auswirkungen bei den Bauarbeiten, wir sind voll im Zeitplan“, berichtet Objektplaner Carsten Saggau von SSP. Heißt: Zu Beginn des Schuljahres 2021/2022 soll der Neubau, der im ersten Obergeschoss mit einer gläsernen Verbindungsbrücke an den Ostflügel des Altgebäudes angeschlossen wird, mit Leben gefüllt werden.

Im barrierefreien Neubau werden zwölf Klassen, zwei Musikräume sowie Hausmeisterräume und eine WC-Anlage Platz finden. Das Dach wird begrünt und mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet. Die Innengestaltung der beiden Obergeschosse berücksichtigt neue pädagogische Lernkonzepte. Hierzu gehört zum Beispiel ein grünes Klassenzimmer für Musik. Eine weitere Komponente für einen zukunftsorientierten Schulneubau: Die Flurzonen werden extra breit gehalten und werden als offene Lern-Aufenthaltsflure mit Sitzecken gestaltet.      

Die zweite Herkulesaufgabe neben dem Neubau betrifft die umfangreichen Arbeiten zur Modernisierung des Innenstadtgymnasiums. Das Bestandsgebäude wird kernsaniert, alle haustechnischen Anlagen wie zum Beispiel Elektroinstallationen, Heizungs- und Sanitäranlagen werden erneuert. Im Keller des Gebäudes wird eine neue Technikzentrale entstehen. Diese große Sanierungsmaßnahme wird bei laufendem Betrieb in vier Bauabschnitten sukzessive bis 2024 durchgeführt. Die vom jeweiligen Bauabschnitt betroffenen Klassen müssen dann ausgelagert werden. Los geht es voraussichtlich im Herbst mit dem Auszug des naturwissenschaftlichen Bereichs in einen Containerbau. Hierfür läuft aktuell die Ausschreibung.

Für die Auslagerung der anderen Klassen wurden inzwischen sechs Pavillons, die ursprünglich abgerissen werden sollten, umfangreich saniert. Noch vor den Ferien wurden sie bereits zum Teil genutzt. Bürgermeister Klaus Pesch war vom Ergebnis begeistert. „Die Pavillons sehen jetzt top aus“, befand er nach der Besichtigung. Ein weiteres Plus: Während ein Containerbau als Interimslösung rund zwei Millionen Euro gekostet hätte, war die Sanierung der Pavillons mit 800.000 Euro deutlich günstiger.

Insgesamt wird das Großbauprojekt Carl Friedrich von Weizsäcker-Gymnasium rund 32 Millionen Euro kosten. Die rund 1100 Schüler an Ratingens größter Schule dürfen sich auf eine moderne Bildungsstätte freuen, technisch und pädagogisch auf dem neuesten Stand und gut gerüstet für die Anforderungen der Zukunft.

Foto: Stadt Ratingen

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