Grillo: Was bleibt 100 Jahre nach der Revolution?

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Essen. In seinem Stück „Loderndes Leuchten in den Wäldern der Nacht“, das am Sonntag, 13. Mai, ab 19:30 Uhr im Grillo-Theater gezeigt wird, spürt der in Buenos Aires geborene Autor und Regisseur Mariano Pensotti mit Puppenspiel, Schauspiel und Film den Folgen der Russischen Revolution nach. „Im Mittelpunkt des Stücks“, so Pensotti, „steht das Problem, welche Relevanz gewisse Ideen der Russischen Revolution nach 100 Jahren noch besitzen, nicht zuletzt Lenins unvermindert aktuelle Frage: ‚Was tun?‘.“

Drei Frauen, drei Geschichten, drei Darstellungsformen. Die argentinische Historikerin Estella forscht zur Revolutionärin und Frauenrechtlerin Alexandra Kollontai und entdeckt, dass in ihrem eigenen Leben revolutionäre wie feministische Gedanken längst keine große Rolle mehr spielen. Eine Guerillakämpferin kehrt aus Kolumbien nach Deutschland zurück zu ihrer Familie, deren Gebaren ihr völlig fremd geworden ist. Eine junge Fernsehmoderatorin reist in den Norden Argentiniens, wo Nachfahren russischer Emigrantinnen und Emigranten, angeblich auch Nachfahren von Alexandra Kollontai, nun als Stripper und Callboys für Frauen aus der Mittelschicht arbeiten. Die Episoden sind verschachtelt wie eine Matrjoschka-Puppe, verstrickt wie wir selbst in unsere kapitalistische Welt. Und immer stellen sich diese Fragen: Was bleibt übrig, 100 Jahre nach der Oktoberrevolution? Warum ist es so schwierig, die Welt zu verbessern?

In dem Stück, das in spanischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln gezeigt wird, spielen Susana Pampín, Laura López Moyano, Inés Efrón, Esteban Bigliardi und Patricio Aramburu.

Karten gibt es für 14 bis 29 Euro im Vorverkauf im: TUP-Ticketcenter, Telefon 0201/81 22-200, oder im Internet.

Foto: privat

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