Grillo: Steinbecks „Früchte des Zorns“ im Internet

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Essen. Eigentlich war die Premiere von Hermann Schmidt-Rahmers Inszenierung „Früchte des Zorns“ für Ende April im Essener Grillo-Theater geplant. Wegen des anhaltenden Pandemiegeschehens kann sie nicht auf der Bühne im Theater mit Zuschauern und Zuschauerinnen gezeigt werden. Sie wird in die nächste Spielzeit verschoben. Damit die Zuschauerinnen und Zuschauer aber nicht ganz auf die Aufführung in dieser Saison verzichten müssen, hat sich das Team des Schauspiels Essen dazu entschieden, das Stück nach John Steinbecks berühmten Roman als vorab im Internet zu zeigen. Die Inszenierung wurde zum Abschluss der Probenzeit im Grillo-Theater aufgezeichnet und wird am 21. und 30. Mai und am 6., 11. und 18. Juni, jeweils ab 19 Uhr für jeweils 24 Stunden unter www.dringeblieben.de zu sehen sein.

John Steinbecks Roman „Früchte des Zorns“ spielt im Amerika der 1930er Jahre: Nach Dürre und Missernten ziehen die Farmer und Farmerinnen Oklahomas zu hunderttausenden heimat- und mittellos in den vermeintlich goldenen Westen. Doch statt Arbeit und Wohlstand erwarten die sogenannten „Okies“ Hass und Ausgrenzung der Einheimischen. Unter den Schutzsuchenden befindet sich die Familie Joad. Zunächst optimistisch, dann immer verzweifelter kämpfen die Joads um Würde, persönliches Glück und den Zusammenhalt der Familie.

Vor dem konkreten historischen Hintergrund beschreibt Steinbeck in seinem mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Epos die großen und zeitlosen Themen einer Welt, die immer schon von Migration und sozialer Ungleichheit geprägt ist. „Früchte des Zorns“ porträtiert die Ankommenden und die bereits Dagewesenen.

Es spielen Dennis Bodenbinder, Thomas Büchel, Lene Dax, Alexey Ekimov, Ines Krug, Stefan Migge, Jan Pröhl, Sven Seeburg, und Silvia Weiskopf. Bühne: Thilo Reuther, Kostüme: Pia Maria Mackert, Videografie: Alexandra Costa Pinto, Maske: Karola Baumgart, Dramaturgie: Simon Meienreis

Die Aufführung dauert 90 Minuten. Um sich den kostenfreien Stream anzusehen, reicht für die Zuschauerinnen und Zuschauer eine Registrierung mit ihrer E-Mail-Adresse auf www.dringeblieben.de. Sie bekommen dann per E-Mail einen Code zugeschickt, mit dem sie sich zum gewünschten Termin die Vorstellung kostenlos und bequem zuhause ansehen können.

Weitere Information und die direkte Verlinkung zum Streamingportal auf www.schauspiel-essen.de

Fotos: Martin Kaufhold