Geschäfte und Wohungen statt Hertie-Haus

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Ratingen. Die Stadt als Eigentümerin des ehemaligen Hertie-Hauses hat zur Entwicklung dieses exponierten Grundstücks mit dem Unternehmen Tecklenburg einen Investor gefunden. „Das sind gute Nachrichten für alle Ratinger. Wir sind absolut begeistert von den Plänen des Investors und dürfen uns sowohl über hochwertige Architektur als auch über einen überzeugenden Nutzungsmix freuen“, betonte Bürgermeister Klaus Pesch bei der Präsentation des Investors.

Auf dem Areal des leerstehenden Gebäudes am Düsseldorfer Platz und auf einem angrenzenden städtischen Grundstück an der Wallstraße wird Tecklenburg ein offenes Wohn- und Geschäftsquartier mit rund 6500 Quadratmeter Verkaufsfläche und etwa 5600 Quadratmeter Wohnfläche bauen. Das Düsseldorfer Unternehmen will die dafür notwendigen Grundstücke von der Stadt erwerben und den Bauantrag erarbeiten. Bereits im Mai soll der Aufstellungsbeschluss für den neuen Bebauungsplan erfolgen. Bereits im Frühjahr kommenden Jahres soll gebaut werden. Bezugsfertig wird es voraussichtlich im ersten Quartal 2021 sein. Insgesamt will Tecklenburg etwa 40 Millionen Euro investieren.

Das Hertie-Bestandsgebäude samt Tiefgarage wird für das Projekt abgerissen. Durch Fördergeld des Landes von rund einer Million Euro wird der Abriss möglich. Im Gegensatz zur geschlossenen Struktur der alten Bebauung plant Tecklenburg eine offene Bauweise, die eine städtebauliche Verbindungsachse zwischen Fußgängerzone und neuem Omnibusbahnhof schafft. Der Planungsentwurf des Architekturbüros Kadawittfeld aus Aachen wird damit der hohen Bedeutung des Grundstücks für die Innenstadt gerecht, so die Stadt in einer Pressemitteilung. 

Für die Handelsflächen ist ein innenstadttypischer Besatz geplant, der die Innenstadt gezielt ergänzen und stärken soll. So sollen ein Lebensmittel- und ein Drogerie-Markt sowie ein Elektrofachmarkt angesiedelt werden. Ergänzend zu den vier Großmietern im Erd- und im Untergeschoss wird es ebenerdig an der neuen Promenade zwischen Busbahnhof und Fußgängerzone kleinteilige Ladenflächen geben, auf denen unter anderen ein Bäcker sowie gastronomische Angebote Platz finden. Die Stellplätze werden in einer Tiefgarage im zweiten Untergeschoss untergebracht. Die 60 bis 80 Wohnungen in den oberen Stockwerken richten sich bewusst an alle Generationen und sollen im mittleren Preissegment zur Miete angeboten werden.

Baudezernent Jochen Kral zeigte sich ebenfalls hochzufrieden mit den Plänen: „Der Investor hat unsere Vorstellungen von einer aufgelockerten Mixtur aus Gewerbe und Wohnen an diesem sensiblen Standort überzeugend umgesetzt. Das wird der Innenstadt einen Schub geben.“

Philipp Tecklenburg, Geschäftsführer Tecklenburg Projektentwicklung: „Bei unserem Projekt war uns eine offene Struktur von Anfang an sehr wichtig. Wir wollten keinen `geschlossenen Block` schaffen, wie es z.B. bei Einkaufscentern regelmäßig der Fall ist. Das Quartier soll ein natürlicher Teil der Innenstadt werden, in dem sich attraktiver Handel, modernes Wohnen und hohe Aufenthaltsqualität optimal verbinden.“

Präsentierten die Pläne für das neue Wohn- und Geschäftsquartier (von links): Projektleiter Torsten Hönisch, Geschäftsführer Philipp Tecklenburg, Architekt Gerhard Wittfeld, Bürgermeister Klaus Pesch und Baudezernent Jochen Kral. (Foto: Stadt Ratingen)

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