Geschäfte auf Speestraße wecken Erinnerungen

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Lintorf. Noch Anfang der 1950er Jahre war die Speestraße weitgehend unbebaut, der Straßenrand wurde von offenen Abwassergräben gesäumt. Erst mit dem beginnenden Wirtschaftswunder entwickelt sich auch die Speestraße zur Lintorfer Hauptgeschäftsstraße. Das berichteten jetzt Walburga Dörrenberg und Andreas Preuß bei der Dorfführung des Vereins Lintorfer Heimatfreunde. Gut 30 Lintorfer hörten zu und brachten ihre Erinnerungen ein.

„Erst als die Post in dies Geißler-Häuser eingezogen ist, hat die Speestraße der Duisburger Straße den Rang abgelaufen“, berichtet Peter-Helmut Laufs. Er erinnert sich noch an die Straßengräben entlang der Speestraße. 

Preuß begrüßte die Teilnehmer der Führung im Eingang des alten Rathauses. Denn es regnete gerade. Doch dann blieb es trocken. Die Gruppe ging die Speestraße hinauf bis Spielwaren Irlich (heute Doris Brand). Zurück ging es von der Tankstelle Heidrich (Shell) bis Elektro Plogmann (heute Meyer und Marks).

Knapp 90 Minuten dauerte die Führung. „Wir haben uns auf einige wenige Geschäfte konzentriert, sonst kommen wir heute nicht mit der Führung durch“, hatte Walburga Dörrenberg am Beginn erklärt.

„Hier bei Fettweiß hat mein Vater sich beim Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 1954 die Nase am Schaufenster plattgedrückt“, erzählte Andreas Preuß, als die Gruppe vor dem Elektrogeschäft Friedrich stand. Dieter Liere, der an der Führung teilnahm, berichtete, dass er das Geschäft 1993 von Fettweiß übernommen hatte. 

Allerdings ernte Preuß Widerspruch. „Das war Plogmann, wo der Fernseher stand und wir das Endspiel geguckt haben“, sagte einer der Teilnehmer.

Am Ende der Führung hatten alle viel Neues erfahren und viele Erinnerungen ausgetauscht. Walburga Dörrenberg möchte die vielen Informationen der Teilnehmer sammeln und in einem Bericht für die Heimatzeitschrift Quecke zusammenstellen. „Wenn wir die Geschichte der Geschäfte nicht bald aufschreiben, wird vieles in Vergessenheit geraten“, so Dörennberg.

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