Generalvikar: Tat und Wort in Übereinstimmung bringen

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Erzbistum Köln. Im Jahr 2019 gehörten 1.905.902 Katholiken zum Erzbistum Köln. Das sind 36.831 weniger als im Jahr davor. Der Rückgang setzt sich zusammen aus 24.298 Austritten (2018: 18.472) sowie 18.722 Bestattungen (19.976), denen 13.438 Taufen gegenüberstehen (13.988). Die Zahl der Eintritte und Wiederaufnahmen belief sich auf 248 (243) bzw. 573 (653). Das geht aus der kirchlichen Statistik des Erzbistums Köln für das Jahr 2019 hervor, die jetzt vorliegt.

Demnach stieg im vergangenen Jahr die Zahl der Firmungen leicht an auf 7.820 (2018: 7.669). Es fanden 2.950 kirchliche Trauungen statt (3.348). 14.041 Kinder gingen zur Erstkommunion (14.402). Durchschnittlich feierten 150.485 Menschen sonntags die Heilige Messe mit (152.115). Das entspricht rund 7,9 Prozent der Katholiken im Erzbistum Köln (7,8).

Generalvikar Markus Hofmann reagierte betroffen auf die Entwicklung: „Immer schmerzlicher wird deutlich, dass unser Glaube viele Menschen offenbar nicht mehr erreicht.“ Die Kirche müsse selbstkritisch feststellen, dass sie zu wenig überzeugend lebe und zu wenig Attraktivität ausstrahle. Zugleich hätten gerade in der Corona-Krise viele Menschen ganz praktisch erfahren, dass ihnen Christen geholfen haben.

Optimistisch fügte Hofmann daher hinzu: „Das hat Kirche als das gezeigt, was sie sein soll und will: helfend, begleitend, unterstützend, förderlich.“ Die schlichte Erfahrung sei: Glaube hilft leben. Es müsse der Kirche deshalb auch dauerhaft wieder gelingen, Tat und Wort mehr in Übereinstimmung zu bringen.

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