Geistliche Madrigale mit Collegium Vocale Gent

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Essen. Das belgische Vokalensemble Collegium Vocale Gent ist in dieser Spielzeit Residenz-Ensemble an der Philharmonie Essen. Fünf facettenreiche Konzerte gestaltet der renommierte Chor im Alfried-Krupp-Saal. Das zweite findet am Donnerstag, 6. Dezember, um 20 Uhr in der Reihe „Alte Musik bei Kerzenschein“ statt. Unter der Leitung von Philippe Herreweghe stehen die geistlichen Madrigale „Israelsbrünnlein“ von Johann Hermann Schein sowie Instrumentalwerke von Johann Hieronymus Kapsberger auf dem Programm. Geistliche Madrigale – das scheint ein Widerspruch in sich zu sein, schrieb man im Frühbarock doch eigentlich entweder geistliche Motetten oder aber weltliche Madrigale. Schein jedoch, Zeitgenosse und Freund Heinrich Schütz‘ und bedeutendster Leipziger Thomaskantor vor Johann Sebastian Bach, fügt in der Sammlung „Israelsbrünnlein“ von 1623 beides zusammen.

Der aus dem belgischen Gent stammende Philippe Herreweghe zählt zu den bedeutendsten Dirigenten unserer Zeit und gehört zu den wichtigsten Protagonisten der historischen Aufführungspraxis. 1970 gründete er das Collegium Vocale Gent, das er seitdem leitet. Das Orchestre des Champs-Élysées wurde 1991 ebenfalls von Herreweghe selbst ins Leben gerufen, zur Interpretation des romantischen und vorromantischen Repertoires auf Originalinstrumenten. Außerdem ist er ein sehr gefragter Gastdirigent bei Orchestern wie dem Royal Concertgebouw Orchestra, dem Leipziger Gewandhausorchester oder dem Mahler Chamber Orchestra.

Karten sind zum Einheitspreis von 28 Euro erhältlich, Telefon 0201/81 22-200.

Philippe Herreweghe (Foto: Michiel Hendryckx)

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