Gedicht zum Internationalen Tag der Muttersprache

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Tiefenbroich. Vor dem Hintergrund, dass die Hälfte aller weltweit gesprochenen Sprachen vom Aussterben bedroht ist, hat die UNESCO den 21. Februar zum Internationalen Tag der Muttersprache ausgerufen. Die UNESCO erinnert heute daran und weist darauf hin, dass die Hälfte der heute noch rund 6000 gesprochenen Sprachen vom Verschwinden bedroht ist. Um es auf den Punkt zu bringen: Jeden Tag verschwinden weltweit zwei Sprachen für immer!

Horst Brink aus Tiefenbroich, der sich schon des öfteren mit der deutschen Sprache beschäftigt hat, weist mit seinem nachfolgenden Gedicht „Back to the roots“ und  einem Augenzwinkern auf die Vorliebe der Deutschen zum Anglizismus hin.

Bei der Recherche zu diesem Bericht stieß er auf eine bemerkenswerte Äußerung der ehemaligen Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages Antje Vollmer (Bündnis 90/Die Grünen), die zur Muttersprache meinte: „In seiner Muttersprache ist man doch am präzisesten, kann am besten Gefühle und Zwischentöne ausdrücken, das ist keine nationalistische Deutschtümelei.“

Sebastian Sick schreibt: „Wer seine Sprache mit Englisch garniert, gibt sich weltgewandt und modern und kann sich abgrenzen gegen alljene, die ihn nicht verstehen sollen, weil er in Wirklichkeit nichts mitzuteilen hat.“

BACK TO THE ROOTS  (Zurück zu den Wurzeln)
Eins vorweg – es ist sehr schön,
fremde Sprachen zu versteh’n,
sie zu sprechen und zu pflegen,
ein Gewinn ist’s allerwegen.

Doch ich finde, meine Lieben,
„Denglisch“ wird heut‘ übertrieben
und so mancher dumme Schwätzer
bräuchte selbst ’nen Übersetzer.

„Denglisch“ ist das Zauberwort,
überall und immerfort,
fliegen dir – oft sinnverloren
dumme Worte um die Ohren.

Deine angestammten Laute,
die von Kindheit dir vertraute
Muttersprache, lieber Mann,
wend‘ am besten sparsam an.

Dennoch bin ich guten Mut’s
und erklär‘ „back to the roots“
ist nicht out – im Gegenteil,
find ich’s gut und „supergeil“.

Die Essenz aus dieser „News“:
Bleibe wie du bist und tu’s:
Sprich verständlich ohne Faxen,
wie der Schnabel dir gewachsen!

Text: Horst Brink

Foto: Pixabay

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