Gedenkfeier in der Alten Synagoge

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Essen. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten die Synagogen im gesamten Deutschen Reich. In der Reichspogromnacht, die den Beginn des größten Völkermords in Europa markiert, wurden 30.000 Menschen verhaftet und 400 Personen ermordet oder in den Tod getrieben. In der jüdischen Erinnerungskultur ist der 9. November der Gedenktag an den Untergang des deutschen Judentums. Da dieser Tag 2019 auf den Schabbat, auf Samstag, fällt, lädt die Alte Synagoge Essen, Edmund-Körner-Platz 1, am Sonntag, 10. November, um 19 Uhr zur traditionellen Gedenkfeier für die zahlreichen Opfer ein. Bereits um 17 Uhr findet ein ökumenischer Gottesdienst in der Essener Marktkirche statt.

Oberbürgermeister Thomas Kufen und Leonid Novoselsky, Stellvertretender Vorsitzender der Jüdischen Kultus-Gemeinde Essen, werden Ansprachen halten. Im Anschluss hält der Pädagoge Burak Yilmaz einen Vortrag, in dem er seine Arbeit gegen Antisemitismus im Ruhrgebiet, das Projekt „HeRoes“ in Duisburg, vorstellt. Zudem werden Schüler der Gesamtschule Essen Holsterhausen und der Gustav-Heinemann-Gesamtschule Essen Kurzstatements vorbringen. Das Gebet für die jüdischen Märtyrer „El male rachamim“ sprechen der Rabbiner Shmuel Aronov auf Hebräisch und Uri Robert Kaufmann, Leiter der Alten Synagoge, auf Deutsch. Die musikalische Umrahmung übernimmt das Ensemble der Gesamtschule Essen Holsterhausen.

Alte Synagoge. (Foto: Elke Brochhagen, Stadt Essen)

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