Gedenken an 2587 ermordete Düsseldorfer

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Düsseldorf. In Israel ist Yom HaShoah ein nationaler Gedenktag, an dem öffentlich der sechs Millionen ermordeter Juden der Shoah gedacht wird. Auch Düsseldorf erinnert jedes Jahr am Gedenktag für die Märtyrer und Helden des Holocaust an die 2587 Düsseldorfer, die während des Nationalsozialismus ermordet wurden. Ihre Namen werden von Schülern, Politikern und Bürgern laut auf dem Heinrich-Heine-Platz verlesen. Auch in diesem Jahr war eine solche Gedenkveranstaltung geplant, sie sollte am gestrigen Dienstag stattfinden.

Die aktuellen Umstände rund um die Entwicklungen und Maßnahmen durch das Coronavirus stellen jedoch auch das Gedenken vor Herausforderungen, sodass die geplante Veranstaltung nicht stattfinden konnte. Das Gedenken findet hingegen sehr wohl statt: Auf ihren Social-Media-Kanälen erinnert die Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf so in den nächsten Tagen mit kurzen Biografien und Bildern, stellvertretend für die Düsseldorfer Opfer, an die sieben viel zu kurzen Lebensgeschichten von Arthur Oppenheimer, Gitta Glücksmann, Edgar Vogelsang, Eduard Wolff, Hannelore Philipp, Kurt Lubascher und Stella Sondermann.

Hannelore Philipp (in der Mitte) bei einem Sportfest 1938 (Foto: Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf)

Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf

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