Frühlingsgedicht von Horst Brink

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Das bevorstehende Wochenende wird uns mit überwiegend gutem Wetter verwöhnen. Temperatur am Sonntag so um die 21 Grad. Das lässt den Frühling erahnen, der uns aber nur bedingt die frische Luft genießen lässt.  Das Gedicht von Horst Brink „Nun Frühling sei willkommen“ möchte uns alle in dieser schweren, vom Coronavirus befallenen Zeit erheitern. Brink erinnert sich gerne an seine Schulzeit zurück und hat, wie das früher so üblich war, gerne Gedichte auswendig gelernt, sagt er.

Nun Frühling sei willkommen
Winter muss dem Frühling weichen,
sprießend Grün auf weiter Flur,
Froschkonzerte auf den Teichen,
neu belebt sich die Natur.

Tief im Strauch die kleine Meise
und der Fink im Apfelbaum
zwitschern ängstlich, zaghaft leise
ihren ersten Frühlingstraum.

In der Eck der weiße Flieder,
Efeu, Farn, selbst der Jasmin,
alles reckt schon seine Glieder,
woll’n mit in den Frühling ziehn.

Höre fern im Eichenstamme
laut des Buntspechts schrillen Ruf,
wo mit seiner Liebesflamme
er ein neues Nest sich schuf.

Des Winters Herrschaft ist zu End‘
Lenz* hat sich durchgerungen,
die Lerche hat zum Firmament
sich trillernd hoch geschwungen.

Es schwillt die Brust, es jauchzt das Herz,
habt ihr es schon vernommen?
Es schallen Stimmen himmelwärts,
nun Frühling sei willkommen!

Horst Brink

*Lenz = altes Wort für Frühling

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