Friedensgottesdienst: Brücken statt Mauern

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Lintorf. Dunkle Wolken ziehen beim Friedensgottesdienst über den Konrad-Adenauer-Platz. Symbolisch für die Aktualität des Mottos, dass Pfarrer Frank Wächtershäuser von der evangelischen Gemeinde und Pastoralreferent Martin Kalff von der katholischen Gemeinde für den Gottesdienst am Jahrestag der Befreiung Deutschlands von der nationalsozialistischen Diktatur wählten: Wir sind Europäer – Brücken bauen statt Mauern. Auch über der europäischen Friedensordnung der vergangenen sieben Jahrzehnte ziehen dunkle Wolken auf.

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In den beiden Kirchengemeinden waren in den vergangenen Wochen zwei Teile einer kleinen, hölzernen Brücke gezimmert worden, die an diesem Montag auf dem Konrad-Adenauer-Platz zusammengefügt wurden. Schüler der Lintorfer Grundschule zeigten in kleinen Aufführungen die Vorteile von Brücken auf: Über trennende Gräben hinweg kann man über die Brücke zum Nachbarn gelangen. Kinder und Erwachsene lasen in den unterschiedlichsten europäischen Sprachen das Motto des Gottesdienstes vor.

Mit dem Friedensgottesdienst erinnern die beiden christlichen Kirchengemeinden an das Ende des Zweiten Weltkrieges und an den Beginn einer langen Friedensperiode in Europa. „Inzwischen leben wir seit 72 Jahren in Europa im Frieden“, sagte Pastoralreferen Kalff. So lange wie niemals zuvor in der europäischen Geschichte. Grund genug mit den Nachbarn im Gespräch zu bleiben und Brücken zu bauen statt Mauern.

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