Frieden ist keine Selbstverständlichkeit

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Lintorf. „Frieden ist keine Selbstverständlichkeit“, sagte Pfarrer Frank Wächtershäuser beim Friedensgottesdienst auf dem Konrad-Adenauer-Platz am Montagabend. Der ökumenische Gottesdienst unter dem Leitwort „Füße suchen ein Zuhause“ beschäftigtete sich mit der Flüchtlingswelle, die Deutschland in den vergangenen Monaten erreichte. Die Schüler der drei Lintorfer Grundschulen hatten sich bereits im Unterricht auf das Thema vorbereitet.

Seit 71 Jahren herrscht in Deutschland Frieden, so lange wie nie zuvor in der deutschen Geschichte, so Wächtershäuser. „In Aleppo freuen sie sich ber zwei Tage Waffenstillstand.“

Doris Theissing aus Hösel berichtete anschaulich, wie sich zahlreiche Höseler im vergangenen Jahr um die bis zu 170 Flüchtlinge in der Turnhalle gekümmert haben. „Es sind Freundschaften entstanden, die auch heute noch gepflegt werden“, sagte sie.

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Die Grundschüler hatten sich überlegt, was sie auf eine Flucht mitnehmen würden. Sie hatten einen Rucksack mit nützlichen oder auch liebgewonnenen Dingen gepackt. Da waren ein Kuscheltier drin, eine Decke, Zahnbürste, Mobiltelefon mit Ladekabel, Geld, ein Foto der Familie und vieles mehr.

An die 200 Lintorfer nahmen an dem Friedensgottesdienst teil, den der evangelische Pfarrer Wächtershääuser gemeinsam mit dem katholischen Pastoralreferenten Martin Kalff leitete. Seit 1985 wird der Gottesdienst am 8. Mai gefeiert, dem Ende des Zweiten Weltkrieges. In diesem Jahr wurde er auf den 9. Mai verschoben – wegen des Muttertages am Sonntag.

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