Fontäne schmückt den Floragarten

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Düsseldorf. Schon in der Vergangenheit schmückte den Teich im Floragarten eine Fontäne, die aber letztlich abgebaut wurde. Zur Verbesserung der Wasserqualität im Teich, aber auch als schmückendes Element ist nun eine neue Fontäne installiert worden. Sie wurde jetzt offiziell in Betrieb genommen worden. Die Kosten dafür belaufen sich auf 65.000 Euro.

Der vorhandene Teich im Floragarten hat eine Fläche von rund 3.000 Quadratmetern. Inmitten des Gewässers liegt eine Insel, die rund 300 Quadratmeter groß ist. Die Wassertiefe beträgt rund 80 Zentimeter bei relativ gleichbleibendem Wasserstand. Der Teich ist in weiten Teilen von Baumbestand umgeben. Durch den Laubfall, Fischbestand und Wasservögel verschlammt er relativ schnell. Eine komplette Entschlammung erfolgte im Jahr 2000 und erneut 2010.

Mit der neuen Fontäne ist einerseits ein gartenhistorisches Element wieder hergestellt worden, andererseits soll damit die Sauerstoffversorgung und Wasserqualität des Gewässers verbessert werden. Die Fontäne erreicht eine Höhe von rund fünf Meter und ist in den Sichtachsen vom Nordeingang des Parks und dem gegenüberliegenden Ufer gut erkennbar. Die Fontäne läuft täglich von 9 bis 21 Uhr. Im Winter wird sie, wie alle städtischen Brunnen,  außer Betrieb genommen.

Der Floragarten wurde 1876 angelegt und kam 1902 in den Besitz der Stadt Düsseldorf. Seit 1990 steht er unter Denkmalschutz. Die Gründung des Floragartens ging auf eine Privatinitiative zurück. Das notwendige Kapital für den kleinen Stadtpark zum Lustwandeln hatte man sich durch die Gründung einer Aktiengesellschaft und der Ausgabe von Aktien beschafft. Die Unterhaltung der Grünfläche wurde von den Eintrittsgeldern bestritten.

Auf einer vergleichsweise kleinen Fläche von fast drei Hektar zeigt der Garten eine für das späte 19. Jahrhundert typische Parkanlage. Gartendirektor Grube stattete sie entsprechend der damaligen Auffassung für eine repräsentative Grünfläche aus. Geschwungene, abwechslungsreiche Wege, die um einen kleinen Weiher führen, dazu üppige Blumenbeete und schöne Rosenrabatten. Den Hauch der weiten Welt brachte „Exotisches“ – das Palmenhaus. Großer Wert wurde von der „Floragarten-AG“ auf einen Restaurationsbetrieb zur frohen Geselligkeit gelegt.

Nachdem die Anlage 1902 von der Stadt Düsseldorf übernommen wurde, wurde der ehemals reiche Blumenschmuck deutlich einfacher gehalten und auch das Palmenhaus musste leider aufgegeben werden. An den herrschaftlichen Glanz aus der Gründerzeit erinnert heute nur noch wenig. Das Palmenhaus wurde kurz nach dem Kauf des Parks durch die Stadt abgerissen. Wenig später verschwand auch der Musiktempel – früher ein Platz für öffentliche Konzerte. 1912 wurde die Gartenwirtschaft geschlossen.

Im dicht bebauten Stadtteil Bilk ist der Park heute im wahrsten Sinne des Wortes eine grüne Oase. Mit seinem romantisch anmutenden Weiher und seinen alten Bäumen ein eher stiller Ort, der zur Erholung einlädt. Artenreiche Gehölzpflanzungen bieten dem Besucher auch heute schöne jahreszeitliche Aspekte.

Landeshauptstadt Düsseldorf/Wilfried Meyer

 

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