Folkwang: Musik aus dem 30-jährigen Krieg

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Werden. Mit dem 30-jährigen Krieg (1618-1648) und den dazu gehörigen Klage- und Friedensgesängen beschäftigt sich die Folkwang Abendmusik am Freitag, 2. Februar. Das Konzert steht unter dem Titel „Da pacem, Domine“, was in der Übersetzung „Gib Frieden, Herr“ bedeutet. Der Abend wird von Folkwang Vokalensemble, Folkwang Consort und dem Capell-Chor, der aus Mitgliedern des Folkwang Konzertchores besteht, gestaltet und beginnt um 19:30 Uhr in der Evangelischen Kirche, Heckstraße 54, in Werden.Der Eintritt ist frei.

Musiker und Komponisten des 17. Jahrhunderts bezogen sich auf das Zeitgeschehen und schrieben Klage- und Trostmusiken. Diese Werke, komponiert für Solisten mit Generalbassbegleitung bis hin zu doppelchörigen Konzerten mit Instrumentalbegleitung, werden in einem besonderen Konzertprojekt mit dem Folkwang Vokalensemble und dem Instrumentalensemble Folkwang Consort aufgeführt.

Dabei stehen mit Heinrich Schütz (1585-1672), Andreas Hammerschmidt (1611-1675) und Johann Hermann Schein (1586-1630) die drei bedeutendsten Komponisten der frühbarocken Zeit im Zentrum des Konzertprogramms. Zudem werden auch die „Musikalischen Friedensseufzer“ von Johann Erasmus Kindermann (1616-1655) erklingen, die im Jahr 1642 komponiert wurden.

Da das Geld knapp war und die Musiker nicht mehr angemessen bezahlt werden konnten, schrieben sie Werke vor allem für kleine Besetzungen. Dazu zählen auch die Schützschen „Kleinen Geistlichen Konzerte“ für Solostimmen, Basso continuo und wenige Instrumente.

Ebenso werden auch Teile aus der Motettensammlung „Geistliche Chormusik“ von Schütz an dem Konzertabend erklingen. Sie wurde zum Dank für das Ende des Krieges im Jahr 1648 herausgegeben. Die Werke „Die mit Tränen säen“, „So fahr ich hin zu Jesu Christ“ und „Verleih uns Frieden gnädiglich, Herr Gott zu unsern Zeiten“ beschäftigen sich mit der Auseinandersetzung mit irdischem Leid und Verzweiflung sowie der Sehnsucht nach irdischem und himmlischem Frieden.

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