Flughafen in der Corona-Epidemie

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Düsseldorf. Die Ausbreitung der Corona-Pandemie führt im internationalen Luftverkehr zu erheblichen Einschränkungen. Die weltweit erlassenen Reisebeschränkungen und Verhaltensregeln sowie die in diesem Zuge stark rückläufige Passagiernachfrage führt zu einer noch nie dagewesenen Situation in der Branche und am Düsseldorfer Flughafen.

Nach einer starken Wachstumsphase im Jahr 2019 hatte NRWs größter Flughafen die Verkehrsnachfrage für 2020 zunächst auf einem soliden Vorjahresniveau erwartet. Aktuell ist der Luftverkehr in Düsseldorf – ähnlich wie an allen anderen Standorten – stark rückläufig. Für das erste Quartal 2020 rechnet die Flughafen Düsseldorf GmbH von einem Minus im Verkehrsvolumen von bis zu 20 Prozent. Das Verkehrsaufkommen der aktuellen Woche bewegt sich unter 30 Prozent des Vorjahresniveaus. Wie sich die kommenden Tage und Wochen darstellen werden, hängt stark von der Entwicklung der Corona-Pandemie ab. Als systemkritischer Verkehrsflughafen besteht für den Flughafen Düsseldorf eine Betriebspflicht.

Hierzu erklärt Thomas Schnalke, Vorsitzender der Geschäftsführung: „Noch ist nicht klar, wie lange die Corona-Pandemie andauern wird, aber wir haben Grund zu der Annahme, dass wir spätestens zum Sommer mit einer Verbesserung der Situation rechnen können. Bis dahin werden unsere Mitarbeiter intensiv daran arbeiten, die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen des Corona-Virus an unserem Airport einzudämmen. Wir sind ein robustes Unternehmen, nicht zuletzt dank unserer guten Mitarbeiter. Wir haben in der Vergangenheit bereits verschiedene Krisen bewältigt und werden auch die aktuelle Situation im Team erfolgreich meistern.“

Um die kurzfristigen wirtschaftlichen Effekte abzumildern, reduziert der Düsseldorfer Flughafen derzeit seinen Betrieb auf das Notwendige. Auch die Schließung einzelner Flugsteige wird derzeit in Betracht gezogen. Geplante Projekte oder Investitionen sowie externe Leistungen werden zurückgestellt. Gleichzeitig prüft der Flughafen, welche Unterstützungsleistungen er aus dem von der Bundesregierung eingerichteten Maßnahmenpakets in Anspruch nehmen könnte.

Oberste Priorität hat in der gesamten Phase der Pandemie der Schutz der Flughafenmitarbeiter. In Absprache mit den zuständigen Stellen informiert das Management die Kollegen regelmäßig und ausführlich über Hintergründe, Einschätzungen sowie Handlungsempfehlungen. 

Reisende, die trotz der allgemeinen Situation einen Flug antreten wollen, werden gebeten, sich vor Anreise zum Flughafen bei der Fluggesellschaft oder Reisegesellschaft über den Status ihres Fluges zu informieren.

Die beliebten Airporttouren werden ab dem 16. März bis vorerst 19. April vorübergehend ausgesetzt. Das Nachbarschaftsbüro des Flughafens steht für den Kontakt mit Anwohnern weiterhin telefonisch (0211-421-23366) oder unter buergerinfo@dus.com zur Verfügung. Der Publikumsverkehr wurde bis auf weiteres ausgesetzt. Zudem haben die Geschäfte und Restaurants im Terminal ihre Öffnungszeiten der besonderen Situation angepasst.  

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