Fliedner: Über 50 Teilnehmer beim Pflegefachtag

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Lintorf. Trauma – was ist das? Dieser Frage gingen am Mittwoch im Fliedner-Krankenhaus über 50 Teilnehmer beim Pflegefachtag nach. Im Festsaal kamen Beschäftigte aus der Alten- oder Behindertenhilfe, der Notfallseelsorge oder Feuerwehr zusammen.

Terror, körperliche oder sexualisierte Gewalt, Naturgewalten – die Ursachen für seelische Traumata sind ebenso vielfältig, wie die Möglichkeiten damit umzugehen. „Manche Menschen, die einen Wohnungsbrand erleben, haben Angst vor dem Schlafengehen und sogar den Brandgeruch jedes Mal in der Nase“, weiß Frank Görgen, Fortbildungsbeauftragter im Fliedner Krankenhaus und Organisator des Tages. Im Fliedner Krankenhaus ist man auf die Behandlung traumatisierter Menschen spezialisiert. Daher gab die Chefärztin der Psychosomatischen Abteilung, Dr. Nina Becher-Dortschy, einen Einblick in die Grundlagen der Psychotraumatologie. Ihr Vortrag endete sogar mit einer halben Stunde Verzug, da im Anschluss viele Fragen gestellt wurden. Im Publikum saßen über 50 Beschäftigte aus Alten- oder Behindertenhilfe, Notfallseelsorge und sogar von der Feuerwehr.

Andrea Baldus kam aus Meerbusch zum Fachtag. „So ein Austausch ist enorm wichtig“, sagt die Mitarbeiterin des Rheinstadtpflegehauses in Meerbusch. „Zu wissen, wie man zukünftig bei traumatischen Erlebnissen die Betreuung besser angehen kann, ist ein gutes Gefühl.“

Susanne Schmalenbergs Vortrag setzte hier den passenden Schwerpunkt. Die Leiterin des Sozialen Dienstes im Haus Bethesda referierte zum Thema „Demenz und Trauma – Erfahrungen aus einer Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz.“

Weitere Vorträge gab es von den beiden spezialisierten Pflegekräften aus der Psychosomatik, Anke Draszba und Marcel Sachau sowie Dr. Claudia Gärtner, Leiterin der Abteilung Wissenschaft, Forschung und Entwicklung in der Theodor Fliedner Stiftung.

Organisatoren und Vortragende sind zufrieden mit dem Pflegefachtag (von links): Dr. Nina Becher-Dortschy, Dr. Claudia Gärtner, Marcel Sachau, Anke Draszba und Frank Görgen. (Foto: privat)

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