Fliedner-Mitarbeiter kommen aufs Fahrrad

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Mülheim. „Das ist die perfekte Lösung“, sagt Gerburg Sommer über ihr neues Dienstrad. Die Mitarbeiterin im Mülheimer Fliednerdorf steht stellvertretend für 2200 Mitarbeitende an 30 Fliedner-Standorten, denen es nun möglich ist, ein Fahrrad über das Gehalt zu leasen. Ihr Fahrrad konnte sie nun vom Mülheimer Zweirad-Fachgeschäft Spree entgegennehmen, das zu den Vertriebspartnern der LeaseRad GmbH gehört.

„Es ist das gleiche Verfahren wie bei einem Firmenwagen, nur eben grüner, ökologischer“, beschreibt Lars Borchert, Personalleiter der Theodor Fliedner Stiftung. Nicht nur den kurzen Weg zwischen Zuhause und dem Arbeitgeber legt Gerburg Sommer nun also an frischer Luft per Trecking-Rad zurück, sondern auch die Familien-Ausflüge ins Grüne. Zwischen 749 und 4000 Euro darf so ein Dienstrad kosten. Es können sogar bis zu vier Fahrräder geleast werden.

„So hat die ganze Familie etwas davon“, lobt Lars Borchert das Modell JobRad. Sabine Halfen, kaufmännischer Vorstand der Stiftung, verspricht sich positive Effekte auf die Gesundheit. „Sie ist und bleibt Grundlage, um in unseren Bereichen, gerade in der Pflege, gute Arbeit zu leisten.“ In vielen Fällen zeige sich, dass etwa Krankentage zurückgehen, die noch immer eine große wirtschaftliche Herausforderung darstellt. Da rechne sich auch die Übernahme der Versicherung des Fahrrades durch den Arbeitgeber.

Wertvorstellungen des Arbeitgebers spielen für Mitarbeitende eine immer größere Rolle. „Wir möchten, dass sich unsere 2200 Menschen starke Fliedner-Familie mit den Leitgedanken der Stiftung identifizieren kann und sind immer auf der Suche nach weiteren Anreizen“, betont Sabine Halfen. Zuletzt stellte man sich im Betrieblichen Gesundheitsmanagement besser auf und ist auch auf vermeintlich unsichtbare Details im Hause Fliedner stolz.

„Vergangenes Jahr haben wir an unserem Standort in Sachsen mehr als zweitausend Kilowattstunden Naturstrom bezogen, das entspricht einem Klimaschutzeffekt von acht Bäumen.“  Ein ähnlicher Effekt konnte in der Verwendung von nachhaltigen Produkten im Gesamtkonzept der Hygienesicherheit innerhalb der Fliedner Werkstätten und dem Krankenhaus in Lintorf erzielt werden. „Wir haben fast drei Tonnen petrochemische Produkte aus Erdgas und Erdöl gegen ökologisch-nachhaltige ersetzt“, so Sabine Halfen. Die monetäre Ersparnis sei zwar eher gering, doch im Vordergrund stehe der Nutzen für Natur und Mitarbeiter.

Gerburg Sommer freut es, dass ihr Arbeitgeber auf Nachhaltigkeit setzt. „Wir alle haben einen Auftrag gegenüber unseren Nachkommen und was wir ihnen hinterlassen.“ Mit dem Dienstrad treffen die Theodor Fliedner Stiftung und Gerburg Sommer sogar das diesjährige deutsche Motto des Earth Days: „Nachhaltige Mobilität“. Ausgerufen wurde der Aktionstag international durch die Vereinten Nationen und wird jedes Jahr am 22. April weltweit mit anderen Schwerpunkten begangen.

Gerburg Sommer (Mitarbeiterin) und Peter Symanski (Geschäfstführer bei Zweirad Spree, Mülheim) Foto: privat

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