Fliedner-Krankenhaus: Vermeidung von Psycho-Pillen

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Lintorf. Am Mittwoch, 22. März, von 15 bis 16.30 Uhr, findet im Fliedner-Krankenhaus ein Curriculum für Fachkräfte aus der Psychotherapie statt. Professor Gustav Dobos, Direktor der Klinik für Naturheilkunde und Integrative Medizin an den Kliniken Essen-Mitte, thematisiert „Komplementäre Ansätze zur Behandlung depressiver Störungen“.

„Gerade in der langfristig angelegten Behandlung von nicht selten chronisch verlaufenden psychischen Leiden, wie der Depression, kommt es neben der Linderung oder Beseitigung von Symptomen der Erkrankung auf eine verträgliche Therapie an, die die Akzeptanz der Patienten findet“, weiß Professor Mirko Bibl, Ärztlicher Direktor am Fliedner-Krankenhaus. Unter diesem Aspekt können komplementäre naturheilkundliche Therapieverfahren in der Behandlung von Depressionen einen wesentlichen Beitrag zur Besserung der Symptome leisten, betont der Ärztliche Direktor. Ziel ist es, den Menschen mit seinen Beschwerden im Ganzen zu betrachten. Eine medikamentöse Behandlung sollte in ein Gesamtbehandlungskonzept eingebunden sein, welches die Selbstheilungskräfte der Patienten aktiviert. Eine ausschließliche Verschreibung von Psychopharmaka führt bei Patienten mitunter zu dem Gefühl, nicht mehr als Herr über das eigene Gefühlsleben zu sein. Gleichsam ist die Einnahme von „Psycho-Pillen“ für viele Patienten stigmatisierend und schambehaftet. Auch aus diesen Gründen werden Psychopharmaka von unseren Patienten teilweise nicht eingenommen oder frühzeitig wieder abgesetzt.

Die Veranstaltung ist kostenlos, die Teilnehmerzahl begrenzt. Eine Anmeldung kann über chantal.rose@krankenhaus.fliedner.de oder Telefon 02102/303-301 erfolgen.

Foto: Fliedner Krankenhaus

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